Die Wasserfledermaus geht nachts auf Beuteflug über Gewässern. foto: Dr. Andreas Zahn

Borstige Füße, bronzenes Fell, „sehende“ Ohren

Dachau - Der Ampertaler des Monats März befindet sich gerade noch im Winterschlaf, er wird aber in den kommenden Tagen oder Wochen, je nach Anstieg der Temperaturen, aufwachen und wieder auf seine nächtlichen Beuteflüge gehen.

Dabei „sieht“ er mit den Ohren seine Beute - nachts fliegende Insekten - und peilt mittels Echo-Ortung etwa alle vier Sekunden ein Beutetier an. Es handelt sich um eine kleine Fledermausart: die Wasserfledermaus.

Das kleine fliegende Säugetier hat ein braun, braungrau oder dunkel bronzefarben gefärbtes Rückenfell. Die Unterseite ist meist deutlich abgesetzt, hellgrau bis weißlich grau. Auffällig sind die großen Füße, die mit langen kräftigen Borsten besetzt sind. Diese Fledermausart jagt häufig über Gewässern oder in Gewässernähe. Im Sommer bei einem nächtlichen Spaziergang lässt sich die Wasserfledermaus schön beobachten, wenn man mit einer guten Taschenlampe über ein stehendes Gewässer leuchtet. Sie fliegen oft niedrig über die Wasseroberfläche und sammeln auch Insekten vom Wasser ab.

Wochenstuben, das heißt, die „Wohnungen“ von weiblichen Tieren, wo sie gemeinsam ihre Jungen bekommen und großziehen, befinden sich vor allem in Baumhöhlen und auch in Fledermauskästen. Die Auwälder des Ampertals bieten also sowohl Jagdlebensraum als auch Quartiermöglichkeiten in Baumhöhlen. Geeignete Baumhöhlungen können sogar bis zu zwei Jahrzehnte lang von der Fledermausart genutzt werden. In den Wochenstuben befinden sich meistens 20 bis 50 Weibchen, maximal können es in Bäumen bis zu 200 Tiere sein.

Sehr spannend bei der kleinen Fledermausart ist auch, dass die nächtlichen Jagdgebiete einen sehr großen Radius von bis zu zehn Kilometern um das jeweilige Quartier herum aufweisen können.

Alle heimischen Fledermausarten stehen unter europäischem Artenschutz der Fauna-Flora-Habitatrichtlinie - das heißt, ihre „Lebensstätten“ dürfen weder beschädigt noch zerstört werden. Das bedeutet zum Beispiel, dass Bäume mit Fledermausquartieren unter Schutz stehen. Man darf sich also auf das nahende Frühjahr freuen, denn bald fliegen die kleinen nächtlichen Jäger wieder lautlos über den Gewässern und erbeuten Insekten mit bis zu einem Gesamtgewicht ihres eigenen halben Körpergewichtes.

(dn)

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