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Schutt und Asche ist die Schreinerei Schmid in Taxa nach einem verheerenden Brand in der Nacht auf Dienstag.

Über Nacht alles verloren

Schreinerei abgebrannt: Zwei Familien stehen vor dem Nichts

Taxa - Seit fast 144 Jahren gab es die Schreinerei Schmid in Taxa. Seit dem verheerenden Brand  gibt es die Betriebsgebäude nicht mehr. Die Schmids und die Familie eines Mitarbeiters, der in der Werkswohnung lebte, stehen vor dem Nichts.

Das Feuer von Taxa war gewaltig. Es ist eine „Tragödie“, wie es der Kommandant der Feuerwehr Sittenbach, Robert Wohlmuth, ausdrückt. „Wir hatten ein randvolles Holzlager“, sagt Ute Schmid, 46, die mit Ehemann Siegfried Schmid exklusive Holz- und Holz-Alu-Fenster fertigt. Ein gefundenes Fressen für die Flammen. Das Wohnhaus blieb zwar verschont, die Schreinerei und die Betriebswohnung jedoch: Schutt und Asche. „Die Familie unseres Mitarbeiters hat nichts mehr – nicht einmal das Familienalbum“, so Ute Schmid. Der Angestellte lebte mit Frau und Sohn in der Einliegerwohnung.

Schaden in Millionenhöhe

Erste Schätzungen ergeben einen Schaden in Höhe von zwei Millionen Euro. „Der ist wesentlich höher“, vermutet Ute Schmid. In der Brandnacht war die Familie noch völlig verzweifelt. Doch seit gestern haben die Schmids wieder Hoffnung. Und die wird von drei Gründen getragen. Da ist einmal Simon Grahamer. Er betreibt in Eisenhofen eine Schreinerei, ist mit Siegfried Schmid befreundet und gestattet seinem Meisterkollegen, seine Hallen und Maschinen mitzubenutzen. „Jetzt können wir unsere fortlaufenden Aufträge erfüllen“, ist Ute Schmid überglücklich.

Zum zweiten sind da die Einsatzkräfte. „Ich möchte ihnen ein ganz dickes Lob aussprechen für ihren gefährlichen Einsatz“, sagt Ute Schmid (siehe dazu Kasten). „Wir haben unser Möglichstes getan, es aber nicht verhindern können, dass das Betriebsgebäude niedergebrannt ist. Wir sind aber froh, dass wir das Wohnhaus retten konnten“, berichtet Feuerwehrkommandant Wohlmuth.

Zum dritten sind alle Beteiligten glücklich darüber, dass niemand schwer an Leib und Leben Schaden genommen hat und „nur“ der Mitarbeiter und seine Ehefrau leichte Rauchvergiftungen erlitten. Beide sowie ihr Sohn retteten sich selbst aus ihrer Wohnung. Ute und Siegfried Schmid waren nicht gefährdet, sie wohnen anderswo im Ort. Bei Seniorchef Ludwig Schmid, 73, und dessen Gattin war die Lage allerdings prekär. „Die Feuerwehr hat das Paar aus dem Wohnhaus herausgeholt. Beide waren völlig überrascht, als wir vor ihnen standen“, erklärt Oliver Mathis, Kommandant der Odelzhauser Brandschützer.

Brandursache wird gesucht

Zur Brandursache konnte die Polizei gestern noch keine eindeutigen Gründe angeben. Ermittler der Kripo Fürstenfeldbruck sowie Sachverständige der Versicherung haben die Brandstelle intensiv unter die Lupe genommen. Ihre Aufgabe war allerdings höchst diffizil, da das Gebäude einsturzgefährdet ist. „Es gibt keine Hinweise auf mutwilliges oder fahrlässiges Handeln. Nicht auszuschließen ist jedoch ein technischer Defekt“, sagt Peter Grieser, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern-Nord. Ein wenig Hoffnung haben auch der Arbeiter der Schmids, seine Frau und sein Sohn. Sie besitzen nur noch die Kleidung, die sie in der Feuernacht auf dem Leib trugen. Doch seit gestern haben sie auch wieder ein Dach über den Kopf. „Wir haben sie bei uns aufgenommen“, sagt Ute Schmid.

zim

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