Sprecher der Bürgerinitiative: Bruno Schachtner und seine Mitstreiter wollen die Gewerbegebiete verhindern. Foto: kn

Bürgerinitiative will Gewerbegebiete in Dachau und Karlsfeld verhindern

Dachau/Karlsfeld - In Dachau und Karlsfeld formiert sich Widerstand gegen zwei geplante Gewerbegebiete südlich der Schleißheimer Straße. Eine Bürgerinitiative (BI) um den Dachauer Ex-Stadtrat Bruno Schachtner will eine Versiegelung der Grünflächen verhindern.

„Wir wollen diese Gewerbegebiete nicht. Dachau und Karlsfeld brauchen sie nicht“, betonte Schachtner am Samstag auf einer Versammlung der BI in Karlsfeld.

Die BI wendet sich zum einen gegen das Vorhaben des Karlsfelder Gemeinderats, auf einem 130 000 Quadratmeter großen Areal südlich der Schleißheimer Straße und östlich der Bajuwarenstraße ein Gewerbegebiet zu entwickeln. Zum anderen geht es um 75 000 Quadratmeter Ackerland in Dachau. Die Dachauer CSU spielt mit dem Gedanken, dort, südlich der Schleißheimer Straße und östlich des Seeber-Geländes, Gewerbe anzusiedeln. In Dachau sind die Pläne jedoch noch nicht so weit gediehen wie in Karlsfeld, wo der Gemeinderat in den kommenden Wochen eine für die Entwicklung des Gewerbegebiets notwendige Änderung des Flächennutzungsplans erwirken will.

Beide Flächen sind Teil des regionalen Grünzugs. Nach Ansicht der Karlsfelder Gemeinderätin Mechthild Hofner (Bündnis für Karlsfeld) darf dieser keinesfalls beschnitten werden: „Er ist von immenser Bedeutung für das Klima in Karlsfeld und Dachau.“ Die Dachauer Stadträtin und Umweltreferentin Sabine Geißler (Bündnis) zweifelt zudem an der Notwendigkeit eines weiteren Gewerbegebiets am Stadtrand: „Auf dem ehemaligen MD-Gelände ist genug Platz für Gewerbe.“

Die Bürgerinitiative trägt den Namen „Grünzug Dachau + Karlsfeld“. Mit dabei sind zum Beispiel Peter Heller und Dr. Roderich Zauscher vom Naturschutz, alle vier Karlsfelder Bündnis-Gemeinderäte und die SPD-Gemeinderätin Anita Neuhaus sowie die Dachauer Stadtratsfraktionen von SPD, Grünen, ÜB und des Bündnis für Dachau. (mm)

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