Bundesweiter Rekord: Dachauer Landrat Christmann feiert 35-jähriges Dienstjubiläum

Dachau - Als vor 40 Jahren die Gebietsreform Bayern veränderte und der Landkreis Dachau in seiner heutigen Form entstand, war Christmann noch nicht im Amt. Doch viel fehlt nicht. Christmann (65) feierte am Freitag sein 35-jähriges Dienstjubiläum als Landrat.

Damit ist Christmann Rekordhalter. Nicht nur in Bayern, sondern in ganz Deutschland. Dutzende aktuelle und ehemalige Amts-, Mandats- und Würdenträger gratulierten Christmann bei der Feierstunde im Dachauer Sparkassen-Saal zum Jubiläum.

Seit Christmann 1977 als 29-jähriger Politneuling zum Landrat gewählt wurde, hatte Bayern sechs Ministerpräsidenten und sieben Innenminister. Nummer sieben, Dr. Joachim Herrmann (CSU), bezeichnete den Jubilar als „Landrat par excellence“, der sein Amt stets „geradeheraus, verlässlich und ehrlich“ ausgeübt habe. An Christmann gewandt sagte Herrmann: „Dein ganzes Wirken lückenlos zu würdigen, würde den Rahmen dieser Feier sprengen!“

Sparkassen-Chef Anton Osterauer sagte, Christmann sei stets „nah am Menschen“ und deshalb als Kommunalpolitiker so erfolgreich. Seine Laudatio auf den Landrat war eine der letzten Amtshandlungen Osterauers. Der Vorstandsvorsitzende der Dachauer Sparkasse hatte am Freitag seinen letzten Arbeitstag.

Für Christmann aber ist noch nicht Schluss. Der seit 1977 insgesamt sechs Mal mit absoluter Mehrheit gewählte Landkreis-Chef hat noch zwei Jahre. Wenn 2014 gewählt wird, bekommt der Kreis Dachau definitiv einen neuen Landrat, der in enorm große Fußstapfen treten muss. Wer das sein wird, ist heute völlig offen.

67 Jahre alt wird Christmann 2014 sein. Vor dem Eintritt in den Ruhestand dürfte er für politisches Wirken nochmals mit Lob überschüttet werden. So wie am Freitag. „Das tut gut“, sagte der Landrat in seiner Ansprache. „Aber es ist natürlich eine Übertreibung!“ Die Gäste im Sparkassensaal waren hörbar amüsiert, aber ganz so scherzhaft hatte Christmann das wohl gar nicht gemeint. Er beeilte sich jedenfalls, alles Lob an seine vielen Mitstreiter aus Politik und Verwaltung weiterzugeben.

Und auch an seine Familie. „Meine Frau Astrid“, so sagte Christmann in einer für seine Verhältnisse überraschend kurzen Rede, „hat mich immer wieder auf den Teppich zurückgeholt, wenn ich zu einem Höhenflug ansetzte.“ (tol)

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