„Die hoitn doch alle bis aufn letzten Zipfe zam.“ Engel Zachariel (Johannes Rappl) kam schwer an Informationen ran. id

Starkbierfest der GGG

Burschen in Unterhosen und wilde Rentner

Großberghofen - Gute Stimmung herrschte auf dem Starkbierfest der GGG, bei dem sich der Engel Zachariel, gespielt von Johannes Rappl, bei seiner traditionellen Starkbierpredigt mit den „Verfehlungen seiner Berghofer“ beschäftigte.

Erwartungsfroh harrten die Besucher des Großberghofener Starkbierfestes im Saal der Berghofer Stub’n den Geschichten des Engels Zachariel, gespielt von Johannes Rappl. Doch der göttliche Gesandte meinte, dass es gar schwer gewesen sei, an die Berghofener „ranzukommen“. Er beschwerte sich darüber, dass sowohl die, „die einen Schmarrn g’macht haben, als auch die, die es mitbekommen haben“, nichts sagen würden. Das betreffe nicht nur die Bürger in den Gemeindeteilen, sondern auch die politischen Größen in der Gemeinde. „Die hoitn doch alle bis aufn letzten Zipfe zam“, so Zachariel. Der Geschwätzigkeit einiger weniger ist jedoch zu verdanken, dass die ein oder andere Episode der bekannten „Berghofer Dauerhelden“ trotzdem an das Tageslicht kam.

So berichtete Zachariel von dem „kindlichen Spieltrieb“ des zweiten Bürgermeisters aus Großberghofen, der zu einem Totalschaden an seinem Handy geführt habe, oder auch von der „artgerechten Partnerhaltung“ in Großberghofen, dessen Geheimnis darin liege, dass die Ehepartner einander verzeihen würden, dass sie sich gegenseitig geheiratet haben.

Von den Burschen berichtete Zachariel, dass der Fahnenträger des Vereins während der Fahnenweihe in Oberzeitlbach in den „Mittelaltermodus“ gewechselt ist. Dort hat der „Michael H. nämlich seine Fahne kurzerhand in eine Lanze umfunktioniert“ und den Fahnenträger aus Unterweikertshofen kurz mal „mit viel Eleganz angepikst“. Nach so viel Spaß auf der ersten Fahnenweihe war es klar, dass die nächste Fahnenweihe in Siegertsbrunn nicht ohne Zwischenfälle abgelaufen ist. So kam es, dass einige Burschen bei ihrer Rückkehr nach Berghof in Anbetracht der extrem hohen Temperaturen und einem nicht unerheblichen Pegel noch kurz beim „Höckmayr“ baden gingen. Dass sie auf dem Weg dorthin einen Großteil ihrer Weggefährten verloren hatten, führte dazu, dass sie sich „nur mit einer Unterhose bekleidet“ auf den Weg durch den Ort machten, um diese zu suchen. Zu spät haben sie dabei bemerkt, dass ihre Suchaktion von der „Balkonloge der Familie List aus“ mit großem Schmunzeln beobachtet wurde.

Zu guter Letzt nahm sich Engel Zachariel noch eine spezielle Gruppe von Bürgern in Berghof vor: „De Sodom-und-Gomora-Mitbürger“, wie Engel Zachariel die männlichen Rentner in Großberghofen bezeichnet. Diesen wird nachgesagt, dass harmlos sind. Das aber wollte Engel Zachariel ganz und gar nicht bestätigen. Er berichtete davon, dass „die es bei ihrem monatlichen Rentnerausflug“ immer so richtig krachen lassen. Nicht nur, dass dabei nicht immer alle gleichzeitig heimkommen, auch dass sich der ein oder andere dabei körperliche Verletzungen zuzieht, macht Engel Zachariel Sorgen. Mit der ernst gemeinten Bitte auf sich aufzupassen, „da man sie ja zum Aufbau der vielfältigen Veranstaltungen braucht“, beendete Engel Zachariel unter dem Applaus der Besucher seine Predikt.

Roland Idecke

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