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Der „Caruso der Berge“ singt in der Pfarrkirche

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Bekannt aus dem Fernsehen: Der Südtiroler Tenor Rudy Giovannini schloss mit einem Auftritt in Sankt Johannes Baptist seine Weihnachtstournee ab. foto: ink
Bekannt aus dem Fernsehen: Der Südtiroler Tenor Rudy Giovannini schloss mit einem Auftritt in Sankt Johannes Baptist seine Weihnachtstournee ab. foto: ink

Bergkirchen - Die Bergkirchner Kulturtage endeten mit einem besonderen Konzert: Der Südtiroler Tenor Rudy Giovannini, ein Star der volkstümlichen Musik, war zu Gast in der Pfarrkirche Sankt Johann Baptist.

Der „Caruso der Berge“, wie er genannt wird, schloss mit diesem Auftritt seine erfolgreiche Weihnachtstournee durch fünf Länder ab. Die Kirche war bis auf den letzten Platz besetzt. Die Besucher kannten den Künstler größtenteils schon aus dem Fernsehen und hatte nun die Chance, ihn live zu erleben.

Der Sänger, der durch seine großartige Stimme und seinen Südtiroler Charme besticht, versteht es, seinen Zuhörern das Gefühl zu geben: „Ich bin einer von Euch, hier fühle ich mich wohl.“ Er verflocht in seiner Moderation Privates und Berufliches, und das kam an. Das Programm vor dem geschmückten Christbaum im prächtigen Altarraum der Kirche war weihnachtlich geprägt, auch zum Mitsingen für die Zuhörer. Seine eigenen Lieblingsstücke, wie „Der kleine Trommler“ und ein wunderschönes „Ave Maria“ von Franz Schubert, berührten. Außer der einen Kostprobe ohne Mikrofon hätte das Publikum sicher gerne noch mehr Beiträge a capella gehört, auch in Anbetracht der herausragenden Akustik in Sankt Johann Baptist.

Für einen zweisprachigen Südtiroler sind weltbekannte italienische Titel wie „Buona notte, bambino“ von Rocco Granata aus dem Jahre 1963 und das unsterbliche „Il silencio“, das Nini Rosso 1965 schrieb, selbstverständlich. Anleihen bei der befreundeten Musikgruppe „Amigos“ waren die Referenz an die deutsche volkstümliche Musik. Und es fehle nicht das Siegerlied „Salve Regina“ aus dem Grand-Prix der Volksmusik, mit dem der Künstler im Jahre 2006 seinen Durchbruch erfuhr.

Rudy Giovannini hat nicht nur klassischen Gesangsunterricht bei Maestro Arrigo Pola in Modena, dem Lehrer von Luciano Pavarottis, genommen, sondern er bezeichnete den vor sieben Jahren verstorbenen Pavarotti als seinen Freund. Dieser sei bei ihrem letzten Zusammentreffen berührt gewesen von Giovanninis Interpretation des wehmütigen Wolgaliedes aus der Operette „Der Zarewitsch“ von Franz Lehar. Die Bergkirchner waren es gleichermaßen und wollten ihren Star „zum Anfassen“ ohne weitere Zugaben nach mehr als zwei Stunden nicht gehen lassen.

Edith Daschner, Bergkirchens zweite Bürgermeisterin, freute sich als Organisatorin, mit dem Südtiroler Sänger, den sie bereits vor zwei Jahren engagiert hatte, für die Freunde der volkstümlichen Musik den richtigen Griff getan zu haben. Sie kündigte die nächsten kulturellen Höhepunkte des Jubiläumsjahres 2014 an, wenn Bergkirchen 1200 Jahre alt wird. Am Samstag, 10. Mai, beginnt das Festprogramm in der Schulturnhalle mit „Opern auf Bayerisch“ von Paul Schallweg, dargeboten von den bayerischen Künstlern Conny Glogger, Gerd Anthoff und Michael Lerchenberg.

ink

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