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Gruppenfoto mit Geehrten und Laudatoren: Hans-Dieter Cramer, Rosa Hirsch, dahinter Landrat Stefan Löwl, Oberbürgermeister Florian Hartmann, Uwe Hasselhorst, Landtagsabgeordneter Bernhard Seidenath, Ge rtraud Müller, Bezirkstagspräsident Josef Mederer, Ursula Grathwohl-Akbay, Karlsfelds zweiter Bürgermeister Stefan Handl und Albert Wenning (von links).

Feierstunde im Landratsamt Dachau

Besondere Ehrung für das Ehrenamt

Das ehrenamtliche Engagement der Bürger trägt entscheidend zum Funktionieren unseres Gemeinwohls bei. Sich dafür zu bedanken, ist deshalb selbstverständlich. Landrat Stefan Löwl tat dies bei zwei Damen und einem Herrn bei einer Feierstunde im Landratsamt nach. Ein zweiter Ehrenamtlicher fehlte leider krankheitsbedingt.

Dachau – „Ihre Leistungen kann man nicht hoch genug anerkennen“, betonte Löwl bei der Feierstunde für verdiente Ehrenamtliche.

-Die Pflegemedaille samt Dank und Ehrenurkunde überreichte erRosa Hirsch. Auf Vorschlag von Seelsorger Albert Wenning hatte die frühere Sozialministerin Emilia Müller (CSU) Rosa Hirsch bedacht. Hirsch pflegt seit 2002 aufopferungsvoll ihren Ehemann, der an Parkinson erkrankt und mittlerweile bettlägerig ist.

-Weiter übergab der Landrat zwei Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder. So ehrte Löwl Gertraud Müller: „Von 2002 bis 2010 betreute sie in der gerontopsychiatrischen Einrichtung der Caritas Dachau einmal wöchentlich die Patienten.“ Gerontopsychiatrie beschäftigt sich mit den psychischen Erkrankungen von über 60 Jahre alten Menschen. Außerdem kümmerte sich Gertraud Müller als so genannte Grüne Dame von Dezember 2002 bis Dezember 2012 um die Patienten der Kurzzeitpflegeeinrichtung der Klinik Dr. Schreiber in München. Dabei half sie ihnen etwa bei der Essensaufnahme, ging mit ihnen im Klinik-Park spazieren oder erledigte Besorgungen. Im Januar 2013 wechselte sie mit ihrem gesamten Team der Grünen Damen und Herren zum Städtischen Klinikum München-Bogenhausen, wo sie heute noch tätig ist. Schließlich betreute Gertraud Müller von 2010 bis 2014 auch noch die Bewohner des Seniorenzentrums Kursana in Dachau. Daneben besuchte sie noch mehrere Fortbildungskurse, etwa für den Umgang mit Demenzkranken und durchlief die Ausbildung zur Hospizhelferin. Die Leiterin der Grünen Damen und Herren, Ursula Grathwohl-Akbay, hatte Müller für das Ehrenzeichen vorgeschlagen.

-Schließlich hatte Hans-Dieter Cramer, Kreisvorsitzender des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge für den Landkreis Dachau, Uwe Hasselhorst für das Ehrenzeichen vorgeschlagen. Hasselhorst war ab 1998 als zweiter und ab 2010 als erster Vorsitzender des Vereins Reservisten- und Kriegerkameradschaft Karlsfeld e. V. tätig. 1996 war er als Wahlleiter bei der Gründung des Verbands der Reservisten-, Krieger- und Soldatenvereine im Landkreis Dachau dabei und ab 1998 zehn Jahre lang dessen Kassier. Ab April 2008 war Hasselhorst zuerst zweiter und von April 2011 für drei Jahre erster Kreisvorsitzender. Dann musste er sein Amt krankheitsbedingt niederlegen. Seither ist er Ehrenvorsitzender des Kreisverbands. Von 2000 bis 2009 saß Hasselhorst dreimal hintereinander im Seniorenbeirat. Dann durfte er laut Satzung nicht mehr kandidieren. Außerdem war Hasselhorst 2005 jeweils Gründungsmitglied der Karlsfelder CSU-Seniorenunion sowie 2007 des Fördervereins Seniorenvilla. Seit Februar 2007 ist er auch dessen Kassier. Uwe Hasselhorst gab die CSU-interne Zeitung „Pro Karlsfeld“ heraus, mit der er Kommunalpolitiker seiner Partei unterstützte.

-Für sein 25-jähriges Wirken als Feldgeschworener wollte Landrat Löwl eigentlich noch Richard Prummerehren, doch Prummer musste krankheitsbedingt passen.

Bei der Feierstunde waren als Vertreter des Freistaates Bayern MdL Bernhard Seidenath und Bezirkstagspräsident Josef Mederer (beide CSU) sowie als Vertreter der Wohnorte der Ausgezeichneten Dachaus Oberbürgermeister Florian Hartmann (SPD) und Karlsfelds zweiter Bürgermeister Stefan Handl (CSU) gekommen.

Reinhard-Dietmar Sponder

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