Dachau hat jetzt ein Kunststipendium

Dachau - Dachau als Künstlerstadt fördert auswärtigen Nachwuchs künftig mit einem eigenen Kunststipendium.

Der CSU-Antrag passierte gegen vier Stimmen von ÜB, SPD, Grüne und Bündnis den Kulturausschuss.

Und das in beneidenswertem Tempo. So sah es jedenfalls Professor Günter Heinritz (SPD), der auf die Wartezeit der Anträge anderer Parteien – explizit seiner eigenen – verwies. Abgesehen von diesem Geplänkel, das Oberbürgermeister Peter Bürgel widerlegte („im Kulturausschuss geht es immer schnell“) beurteilten fast alle im Gremium das Stipendium als positive Einrichtung, fanden jedoch den momentanen Zeitpunkt unpassend: Die Gelder seien derzeit in sozialen Projekten besser angelegt.

Kulturreferent Dr. Dominik Härtl stellte das Konzept vor, wonach eine Unterbringung der Stipendiaten im Wohnatelier in der Ruckteschell-Villa vorgesehen ist. Nach dem zwei Jahre alten Beschluss des Kulturausschusses soll die Ruckteschellvilla in drei Modulen genutzt werden: Eingangsbereich und Erdgeschoss als historische Künstlervilla zum Anfassen, Keller und Erdgeschoss als Künstleratelier und das Obergeschoss als Künstlerwohnung und offene Gästewohnung.

Im nächsten Kulturhaushalt sollen 23 000 Euro für das Kunststipendium eingestellt werden. Da die Miete (13 000 Euro) intern von Kostenstelle zu Kostenstelle verrechnet werde, seien sie nicht als echte Ausgabe zu sehen, sagte OB Peter Bürgel, denn diese Kosten träfen die Stadt in jedem Falle.

Die Modalitäten der Stipendienvergabe müssen noch festgelegt werden. (don)

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