Die Hände zum Himmel... Ausgelassen feierten die ASV-U 18-Volleyballer ihren Triumph bei der Bayerischen. Foto: hae

ASV Dachau löst das Ticket für die Deutsche

Dachau - Die männliche U 18 des ASV Dachau ist Bayerischer Volleyballmeister und nimmt so an den Deutschen Meisterschaften Mitte Mai in Rottenburg teil.

„Unfassbar, unglaublich, Wahnsinn“ – die Spieler und Fans des ASV Dachau schwebten nach dem fulminanten Finale auf Wolke Sieben zurück nach Dachau. Der Titelerfolg kann gar nicht hoch genug eingeordnet werden, denn der ASV Dachau hatte in Amberg keinen einzigen Spieler aus einem Internat beziehungsweise einem überregionalen Kader in seinen Reihen.

„Ich bin mächtig stolz auf meine Mannschaft. Unser großes Plus war wieder einmal die mannschaftliche Geschlossenheit. Die anderen Teams haben mit Vereinsfremden aufgerüstet, aber wir haben uns durchgesetzt“, freute sich ASV-Trainer Marc Fertig diebisch über den Coup seines Nachwuchsteams bei den hochkarätig besetzten Landestitelkämpfen.

Im ersten Spiel der Vorrunde war der TSV Mühldorf kein echter Gegner für die Stadtwälder. Mühldorf musste auf zwei Stammspieler verzichten und bekam von den Dachauern die Grenzen aufgezeigt. Mit 2:0 (25:15, 25:14) fegten die Dachauer den TSV förmlich vom Parkett.

Im zweiten Vorrundenspiel gegen den VC/TuS Hirschau ging es darum, sich den ersten Platz in der Gruppe zu sichern. Die Partie wurde zu einem Nervenspiel, das der ASV Dachau aber letztendlich doch in zwei Sätzen für sich entscheiden konnte. Mit 2:0 (25:23, 26:24) zog das Fertig-Team als Gruppenerster ins Semifinale ein, in dem es auf den BSV Bayreuth traf. Die Voraussetzungen waren klar: Wer gewinnt, qualifiziert sich für die Deutsche Meisterschaft, denn nur die beiden Erstplatzierten der Endrunde vertreten Bayern bei den nationalen Titelkämpfen.

War das Match gegen Hirschau schon eine aufreibende Nervenschlacht, so verdiente das Halbfinale gegen Bayreuth hatte den Titel: „Hitchcock-Krimi in Reinkultur“. Der ASV Dachau gewann den ersten Durchgang mit 27:25 und hatte im zweiten Satz schon Matchball.

Aber die Bayreuther hielten dagegen und sicherten sich den heiß umkämpften zweiten Durchgang noch mit 29:27. Im Tie-Break spielten die Dachauer dann ihre ganze Klasse aus. Der überragende ASV-Zuspieler Christoph Drexler schoss den Libero des BSV beim Aufschlag förmlich aus der Halle. Die Folge: Beim Seitenwechsel stand es bereits 8:4 für den ASV Dachau. Die halbe Miete war so schon eingefahren. Danach ließen sich die Stadtwälder die Butter nicht mehr vom Brot nehmen, sie sicherten sich den Tie-Break deutlich mit 15:10.

Nach dem Matchball brachen alle Dämme auf Dachauer Seite. Jubelarien und Freudentänze bestimmten minutenlang das Geschehen auf und neben dem Parkett. Nicht im Traum hatten die Jungs von Trainer Marc Fertig vor der Saison daran gedacht, die Spielzeit mit der DM-Teilnahme krönen zu können.

Das in Sachen DM-Qualifikation bedeutungslose Finale gegen den VC/TuS Hirschau wurde dann zu einem Schaulaufen für den ASV Dachau. Völlig befreit spielte die Mannschaft um den „megastarken Tim Noack“ (O-Ton Marc Fertig) auf, der ASV Dachau sicherte sich in überzeugender Manier den Landesmeistertitel.

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