Diakon Fritz Koeniger erinnerte in ergreifenden Worten an das Leben und Wirken von Pater Roth. Foto: kn-press

Dachauer pilgern zum Grab von Pater Roth

Dachau - Im Juni 1960 ist Pater Roth in den Bergen von Braz im Klostertal/Vorarlberg gestorben und dann im dortigen Friedhof beerdigt worden.

Etwa 60 Personen kamen aus Dachau und Umgebung, um sich gemeinsam mit den Brazern an Pater Roth zu erinnern, der im Flüchtlingslager Dachau-Ost so viel Gutes getan hatte.

Um dem Gedenktag einen feierlichen Rahmen zu geben, hatte der Brazer Pfarrer das Pfarrfest eigens auf diesen Tag verlegt. Eine stattliche Musikkapelle holte die Besucher von der Pfarrkirche ab und begleitete sie musikalisch sowohl auf dem Weg zum Sportplatz, wo ein Feldgottesdienst gefeiert wurde, als auch bei den gottesdienstlichen Liedern.

Diakon Fritz Koeniger aus Dachau zeichnete in seiner Ansprache ein großartiges Bild dieses hilfsbereiten, selbstlosen Priesters. Zum Abschluss zitierte er die „Hymne des Staunens“ von Pater Roth, die Zeugnis seiner tiefen religiösen Gesinnung ist.

Während der Hymne wurde eine Votivkerze aus dem Karmelkloster von Dachau angezündet und nach dem Gottesdienst zur Pater-Roth-Kapelle getragen, wo zum Schluss noch ein Dankeslied gesungen wurde.

Beim anschließenden gemütlichen Beisammensein zeigte sich, wie sehr sich alle, selbst nach 50 Jahren noch, in Freude und Dankbarkeit mit Pater Roth verbunden fühlen. Nach diesem Tag inmitten der herrlichen Bergkulisse unter einem strahlend blauen Himmel und der herzlichen Gastfreundschaft der Brazer hörte man immer wieder sagen: es hat sich gelohnt hierher zu kommen.

Das Österreichische Fernsehen, das Prozession und Gottesdienst in Braz gefilmt hat, wird voraussichtlich am 8. Dezember um 18.20 Uhr auf ORF 2 Auszüge daraus senden.

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