Defizit bei Kindergärten hat sich fast verfünffacht

Vierkirchen - Personalkosten steigen immer mehr an - Gemeinde beschließt eine eine Erhöhung der Gebühren

Die Gebühren für die beiden Kindergärten in der Gemeinde Vierkirchen werden in Absprache mit den Einrichtungen und den Elternbeiräten erhöht. In den vergangenen drei Jahren stiegen nicht nur die Kosten von 690 000 auf 860 000 Euro, sondern auch das Defizit hat sich von 39 500 bis 192 000 Euro fast verfünffacht. Während die Gemeinde von den zuschussfähigen Kosten nur die Hälfte bezahlen muss und der Staat die andere Hälfte übernimmt, hat sie das Defizit zu 100 Prozent selbst zu tragen, wie Bürgermeister Heinz Eichinger (SPD) bei der jüngsten Gemeinderatssitzung informierte.

Die Gebühren, die derzeit an der untersten Grenze im Landkreis liegen würden, müssten deshalb angepasst werden. Als Gründe für das wachsende Defizit nannte die Kämmerin Cornelia Hartl vor allem die steigenden Personalkosten. Die Hintergründe sollen aber noch genauer hinterfragt werden.

Die letzte Erhöhung war vor etwa sieben Jahren. Einstimmig legten die Gemeinderäte ohne Diskussion die neuen Sätze fest: Zwei bis drei Stunden von 56 auf 63 Euro, drei bis vier Stunden von 62 auf 71 Euro, fünf bis sechs Stunden von 74 auf 87 Euro und sechs bis sieben Stunden von 80 auf 95 Euro. Wie Eichinger ankündigte, werden auch die Gebühren für den Hort und die Kinderkrippe bei der Gemeinderatsitzung im April erhöht.

Wie berichtet, gibt es nach den Einschreibungen vor allem in der Kinderkrippe, aber auch im katholischen Kindergarten Engpässe ab kommenden Herbst. In der Krippe stehen zwölf Kinder auf der Warteliste und beim katholischen Kindergarten sind es fünf Kinder unter drei Jahren. Da noch Rückmeldungen der Eltern, die sich in der Krippe und im Kindergarten angemeldet haben, offen sind, stehen die Zahlen aber noch nicht endgültig fest. Der plötzliche Boom bei den Kindertagesstätten sei anhand der statischen Zahlen nicht vorhersehbar gewesen, erklärt Eichinger. „Wir setzen aber alle Hebel in Bewegung, um eine Lösung für alle zu finden“, versicherte er. Er will sich darum bemühen, die Gruppengrößen in der Krippe um zwei bis drei Kinder pro Gruppe aufstocken zu dürfen. In benachbarten Orten gäbe es noch wenige freie Plätze in Kinderkrippen. Außerdem habe Eichinger möglicherweise eine geeignete Räumlichkeit für eine vierte Kinderkrippengruppe.

(ch)

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