Ein Foto der Auferstehungsfigur zum Weihejubiläum (v.l.): Pfarrer Peter Dietz, Diakon Gerhard Stoll und die Vorsitzende des Pfarrgemeinderats, Katharina Sauer. Foto: Hartmuth

Diakon Gerhard Stoll geht in Ruhestand

Vierkirchen - Festgottesdienst zum silbernen Weihejubiläum bedeutet zugleich Abschied vom beliebten Seelsorger.

Mit einem fast zweistündigen Festgottesdienst und einem Stehempfang ist das silberne Weihejubiläum von Diakon Gerhard Stoll am Sonntag in Vierkirchen gefeiert worden. Stoll (66) war von 1988 bis 2004 im Pfarrverband Weichs-Vierkirchen tätig und tritt jetzt in den Ruhestand.

Der gebürtige Saarländer wollte eigentlich Priester werden, wie die Gemeindereferentin Elisabeth Gilliar bei ihrem Rückblick berichtete. Während des Theologiestudiums wurde jedoch sein Wunsch nach Ehe und Familie stärker. Er unterrichtete als Religions- und Beratungslehrer an Hochschulen und heiratete seine Elisabeth, mit der er drei Kinder aufzog. Ende 1988 wurde Gerhard Stoll zum Diakon geweiht.

Seinen Dienst trat er nebenberuflich in Vierkirchen unter Pfarrer Wolfgang Lanzinger an. Nach dessen Tod Anfang 1990 arbeitete er mit Dekan Georg Reichl zusammen. Hauptberuflich unterrichtete Stoll als Studienrat, erklärte Katharina Sauer, die Vorsitzende des Pfarrgemeinderats, in ihrer Rede.

Auf eigenen Wunsch wechselte er 2004 als Seelsorger an das Krankenhaus in Indersdorf. Nach einer Ausbildung zum Notfallseelsorger wurde er auch hier regelmäßig eingesetzt. Nach der längeren Pause ist Diakon Stoll jetzt wieder im Pfarrverband Weichs-Vierkirchen und neu auch Petershausen dem Seelsorgeteam zugewiesen. Auf eigenen Wunsch erklärte sich der aktive Freizeitsportler bereit, auch im Ruhestand Taufen, Trauungen und Trauerfeiern abzuhalten.

„Wir erlebten Sie als einen engagierten und fortschrittlichen Menschen, der uns bei mancher Predigt aufhorchen ließ und zum Nachdenken anregte“, betonte Katharina Sauer. Im Namen der Pfarrei bedankte sie sich zusammen mit Pfarrer Peter Dietz mit einem großen Foto der Auferstehungsfigur, die nur an Ostern in der Pfarrkirche St. Johannes aufgestellt wird. Glückwünsche und ein Buchgeschenk der evangelischen Kirche überbrachte Pfarrer Peter Dölfel. Er lobte die „angenehme, wohltuende und hilfreiche Zusammenarbeit und Dienstgemeinschaft im ökumenischen Sinne“.

Als Ausdruck der Wertschätzung für die gute Zusammenarbeit von Kirche und politischer Gemeinde sprach auch Bürgermeister Heinz Eichinger ein Grußwort. Einen würdigen Rahmen für das Weihejubiläum bot außerdem das umfangreiche musikalische Programm - von den beschwingten Liedern des Kinderchors „Vierkirchener Kirchenmäuse“ unter der Leitung der Gemeindereferentin Brigitta Fottner (Gitarre) und der musikalischen Begleitung auf der Querflöte von Christina Bestle, Orgeleinlagen von Sebastian Kottermair und Bärbel Guderley, einem Bratschensolo der Nichte von Gerhard Stoll, Petra Marcolin, bis hin zu dem schönen gemeinsamen Lied über Freundschaft des Seelsorgeteams mit Brigitta Fottner, Elisabeth Gilliar und Pastoralreferent Johannes Fichtl.

Zum triumphalen Ausklang des Weihejubiläums spielte eine Abordnung der Blaskapelle Vierkirchen auf. Sichtlich berührt bedankte sich Gerhard Stoll am Ende des Gottesdienstes für die tolle Feier. Seiner Frau schenkte er als Dank dafür, dass sie „25 Jahre durch dick und dünn mit mir gegangen ist“, einen großen Blumenstrauß. Beim Stehempfang im Pfarrsaal sorgte der Pfarrgemeinderat für das leibliche Wohl. (ch)

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