Heftige Unwetter wüten in Bayern: Mehrere Orte unter Wasser - dramatische Rettungsaktion für weggespülte Autofahrer

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Die neue Energiehalle östlich von Pfaffenhofen/Glonn.

„Die Zukunft wird erneuerbar sein“

Pfaffenhofen - Die kleinste Kommune im Landkreis hat sich voll und ganz den erneuerbaren Energien verschrieben. Am vergangenen Freitag wurde die sogenannte „Energiehalle“ eingeweiht.

Ihr Zweck: Stromgewinnung durch eine große Dach-Photovoltaikanlage sowie die Lagerung von Hackschnitzeln für das Nahwärmeversorgungssystem, das die Gemeinde seit dem vergangenen Jahr anbietet.

Das Satteldach ist bewusst nach Ost und West ausgerichtet, berichtete Bürgermeister Helmut Zech (CSU) während einer kleinen Feierstunde: „Bei einem großen Süddach hätten wir die Mittagsspitzen gar nicht nutzen können.“ In der jetzigen Bauform könnte den gesamten Tag über Strom geerntet werden, so der Rathauschef weiter.

Die Anlage liefert 63,75 Kilowatt Peak (kWp). Übers Jahr addiert sollen rund 54 000 Kilowattstunden produziert werden, erläuterte Martin Kistler von der Wagenhofener Firma Kistler Elektrotechnik, die das System installiert hat. Rund 40 000 Kilowattstunden werden in den Betrieb der benachbarten Kläranlage gesteckt, damit wird ungefähr ein Viertel des benötigten Stroms eingespart. Die restliche Leistung von zirka 14 000 Kilowattstunden wird ins Netz eingespeist und vergütet. Schon nach sechs bis acht Jahren wird sich die Investition von 84 000 Euro amortisiert haben, rechnete Kistler weiter vor.

„Die Zukunft wird erneuerbar sein“, befand der Bürgermeister. „Atomenergie ist eine tolle Sache, aber unheimlich“, fuhr er fort. Inzwischen müsste auch der Letzte gemerkt haben, dass Kernkraftwerke nicht zu 100 Prozent sicher seien, so Zech weiter.

„Wenn im AKW Gundremmingen etwas passiert, dann sind auch wir betroffen“, schloss der Pfaffenhofener Ortsoberhaupt sein Plädoyer für die erneuerbaren Energien. Unter seinen Zuhörern befanden sich die Westallianz-Bürgermeister Konrad Brandmair (CSU, Odelzhausen), Gerhard Hainzinger (CSU, Sulzemoos), Simon Landmann (CSU, Bergkirchen). Maisachs Vize-Rathauschef Roland Müller (SPD) sowie Peter Kistler und Peter Burkert vom Landratsamt und zahlreiche Pfaffenhofener Gemeinderäte mit Zechs Stellvertreter Albert Pitzl (AWG) an der Spitze. Abschließend segnete Pfarrer Richard Nowik das Gebäude und die Anlage. (kra)

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