Drei Solarparks in Planung

Indersdorf - Zweimal Niederroth, einmal Eichhofen: Drei Projekte für Solarparks haben jetzt anstandslos den Indersdorfer Marktgemeinderat passiert.

Demnach darf eine Freiflächenphotovoltaikanlage südlich von Tiefenlachen auf einer Fläche von drei Hektar ebenso errichtet werden, wie eine Anlage im Nordosten von Niederroth (knapp 20 Hektar).

Allerdings legt der Gemeinderat Wert darauf, dass all diese Fälle mit so genannten Vorhaben- und Erschließungsplänen geregelt werden. Zwar ist die Ausarbeitung und der Abschluss solcher Durchführungsverträge mit den Antragstellern relativ aufwändig. Doch habe die Gemeinde dann eine bessere Handhabe, etwa wenn es darum geht, dass die Vorhaben innerhalb bestimmte Zeiträume umgesetzt werden.

Gerade hinsichtlich der Obergrenze von 50 Hektar, die der Gemeinderat in der Dezember-Sitzung für Solarparks in der Gemeinde festgelegt hat, sei das wichtig. Denn sonst könne es passieren, das ein genehmigter, aber nie verwirklichter Solarpark andere Antragsteller blockiere, argumentierte vor allem die Umweltdenker-Fraktion.

Um sich eine mögliche Umgehung Niederroths im Osten nicht zu verbauen, ist der Antragsteller (ImmoAG GmbH) der Forderung des Gemeinderats nachgekommen und hat eine Schneise für eine mögliche Umgehungstrasse freigehalten.

Ebenfalls in Planung ist eine Freiflächensolaranlage auf einem Areal zwischen Niederroth und Weyhern. Auch für dieses Vorhaben wird der Flächennutzungsplan jetzt geändert. Der dazu von Architekt Jenewein (Büro Mones und Partner) vorgelegte Entwurf fand die Zustimmung des Gemeinderats.

Diskutiert wurde in diesem Zusammenhang vor allem die Einsichtigkeit des geplanten Solarparks von der Niederrother Wohnbebauung her. Planer und Gemeinderäte waren sich schließlich einig, dass diese relativ gering sei. Lediglich, wer auf dem Feldweg im Süden des Areals gehe, sei betroffen.

Gemeinderat Thomas Loderer (Bürgerblock Niederroth) sagte, dass die Solarzellen zwar sicherlich vom neuen Baugebiet Pfarrpfründe einzusehen seien, die Entfernung sei aber doch recht groß. Deshalb sei das Solarfeld „kein großer Störfaktor, auch von der Blendwirkung her“.

Mit diesen Vorhaben ist nun die vom Gemeinderat festgelegte Obergrenze von 50 Hektar nahezu erreicht, weitere Projekte wären also nicht mehr genehmigungsfähig.

Allerdings glauben nicht alle in Indersdorf auch an die Umsetzung der beantragten Solarparks. Angesichts der gesetzlichen Änderung mit der Verringerung der Einspeisevergütung äußerten ganz explizit Hans Lachner und Philipp Blumenschein von der CSU-Fraktion Zweifel. Und Bürgermeister Josef Kreitmeir wagte sogar die Prognose: „Die ziehen alle zurück, weil sich’s nicht mehr rentiert.“

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