Im Dschungel sind die Elefanten los

Schönbrunn - Faschingszüge haben im Franziskuswerk Schönbrunn schon eine lange Tradition, aber einen ganz abgasfreien Gaudiwurm hat es heuer zum ersten Mal gegeben.

Der Fachdienst für Freizeit und kulturelle Bildung, der im Franziskuswerk für die Faschingsgestaltung zuständig ist, verzichtete nicht zuletzt auch aus Gründen der Sicherheit auf große Bulldogs. Stattdessen schlängelten sich umso mehr Fußgruppen durch die Straßen von Schönbrunn.

Die Faschingsbegeisterung stand den vielen Heimbewohnern ins Gesicht geschrieben: Zu Fuß, im Rollstuhl oder auf Krücken gestützt machte man sich auf den Weg, auf dem die Blaskapelle Schönbrunn den Marschschritt vorgab. Der Spaß an der Freud’ war nicht nur bei den Mitwirkenden, sondern auch bei den am Straßenrand wartenden Zuschauern zu spüren. Auch die Schönbrunner Franziskanerinnen, an der Spitze Generaloberin Benigna Sirl, zeigten Interesse am närrischen Treiben.

Das Motto des Schönbrunner Faschings war „Dschungelparty“, sodass man alberne Affen toben und lautstarke Löwen mit grazilen Gazellen tanzen sah. Auch pfiffige Papageien und hurtige Hyänen prägten während des Zuges und im Anschluss daran, in der Aula der Johannes-Neuhäusler-Schule, das Geschehen. Ein eigener Dschungelwagen, schön dekoriert mit Palmen, wurde ebenso durch Schönbrunn gezogen, wie der mit Kokosnüssen geschmückte Afrika-Wagen der Jugendgruppe.

Mit tollen Märschen brachte die Blaskapelle die Stimmung schon während des Zuges auf den Siedepunkt. Bei der Dschungelparty in der Schule wurden die Faschingsbegeisterten dann aufgefordert, die Löwenmähnen zu toupieren, sich mit Blätterdickicht zu behängen und die Elefantenhaut zu schrubben. Das Tigergebrüll war nicht zu überhören.

Zum urwaldigen Faschingstreiben gesellten sich die Kinderprinzengarde aus Fahrenzhausen-Kammerberg und die Showtanzgruppe Spirit of Motion aus Olching. DJ Baluzanti sorgte für heiße Rhythmen. Und natürlich wurde auch die Showtanzgruppe Ukulala, die man im Franziskuswerk schon lange kennt, groß gefeiert. Neun Dickhäuter und Balu, der Bär, standen dort im Mittelpunkt des Geschehens. Renate Neckermann leitete die Elefantenparade mit großer Souveränität. Eine Polonaise zu „Kreuzberger Nächte“ bildete den Abschluss des tollen Festes. (ost)

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