600 ehemalige Häftlinge werden zum 65. Jahrestag der Befreiung in Dachau erwartet

Dachau - Bundeskulturbeauftragte und die Stiftung Bayerische Gedenkstätten stellen aufgrund des besonderen Jahrestages der Gedenkstätte eine hohe finanzielle Förderung auf die Beine.

Aus Anlass des 65. Jahrestags der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau werden am Sonntag, 2. Mai, mehr als 600 Überlebende und deren Angehörige sowie mehrere Tausend Gäste aus dem In- und Ausland in der KZ-Gedenkstätte erwartet.

Dank dieser Förderung konnten zahlreiche Veranstaltungen realisiert werden, die ganz im Zeichen der Begegnung mit den Überlebenden stehen. Für insgesamt 300 ehemalige Häftlinge und deren Begleitpersonen konnten die Reise- und Aufenthaltskosten übernommen werden.

Zu Ehren der eingeladenen Gäste wird es bereits am 1. Mai einen Empfang im Dachauer Schloss geben. Im Anschluss an die Feierlichkeiten am 2. Mai findet in Kooperation mit der Lagergemeinschaft Dachau und dem Förderverein für Internationale Jugendbegegnung und Gedenkstättenarbeit ein „Tag der Begegnung“ statt: In einem Zelt auf der Thomawiese können die Überlebenden und Gäste ins Gespräch kommen.

Im Zusammenhang mit dem 65. Jahrestag bietet die Gedenkstätte verschiedene Veranstaltungen an. Das Rahmenprogramm beginnt am Montag um 19 Uhr mit der Preview des Films „Geboren im KZ“ im Kinosaal der Gedenkstätte. In dem 45-minütigen Dokumentarfilm erzählen die Autorinnen Eva Gruberová und Martina Gawaz die Geschichte von zwei der sieben Jüdinnen, die im Winter 1944/45 im Dachauer Außenlager Kaufering I Kinder zur Welt brachten. Die ARD zeigt den Film in Erstausstrahlung am 28. April um 23.30 Uhr.

Die Ausstellung „Sie gaben uns wieder Hoffnung – Schwangerschaft und Geburt im KZ-Außenlager Kaufering I“, die am Donnerstag, 29. April, 19 Uhr, eröffnet, widmet sich einem bislang wenig berücksichtigten Aspekt: dem Schicksal der weiblichen Häftlinge, darunter auch schwangere Frauen. (mm)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Münchner Straße wird nachts zur Rasermeile
Karlsfeld hat ein Raserproblem. Brennpunkt ist die Münchner Straße: Aufgemotzte Motorräder und Autos stören vor allem am Wochenende die Nachtruhe von Anwohnern. …
Münchner Straße wird nachts zur Rasermeile
Horror-Wrack: Röhrmooser bei Unfall schwerstverletzt
Bei einem heftigen Verkehrsunfall in der Gemeinde Gerolsbach hat ein 45-jähriger Pkw-Fahrer aus Röhrmoos am Dienstagvormittag schwerste Verletzungen erlitten.
Horror-Wrack: Röhrmooser bei Unfall schwerstverletzt
„Heimat für die Bürger“
Gearbeitet wird dort schon eine ganze Weile, jetzt aber wurde das neue Sulzemooser Verwaltungsgebäude auch offiziell eingeweiht. Es steht auch für die neue …
„Heimat für die Bürger“
Helmut Größ sucht Dachauer Haustafeln
Dachauer Haustafeln – sie sind eine absolute Besonderheit. Der Heimatforscher Helmut Größ möchte sie nun für eine Ausstellung zusammenbringen.
Helmut Größ sucht Dachauer Haustafeln

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion