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Kein Anschluss am Bahnhof: Bus und S-Bahn sind oft nicht aufeinander abgestimmt, was auch am Indersdorfer Bahnhof so manchem Fahrgast auffällt. hab

Eine kleine Revolution im Bussystem

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Dachau - Gute Nachrichten für alle, die im Landkreis mit Bussen fahren: Das Bussystem soll überarbeitet werden. Es soll für die Fahrgäste attraktiver, praktischer und bequemer werden. Denn noch gibt es Verbesserungsbedarf, wie die ÖDP festgestellt hat.

Der Vorstoß der Kreistagsfraktion ÖDP klingt wie eine kleine Revolution: „Das komplette Bussystem im ÖPNV (Öffentlicher Personennahverkehr) des Landkreises Dachau wird überarbeitet“, hat die Fraktion jetzt beantragt.

Anlässlich der Inbetriebnahme der S2 Altomünster und der Einführung einer Ruftaxi-Linie in Indersdorf wollte die Indersdorfer Wählergruppe Umweltdenken eigentlich zunächst nur einen eigenen Fahrplan für die Indersdorfer erstellen. Doch was die Parteimitglieder dabei feststellten, gefiel ihnen überhaupt nicht: Pendler müssen in der Marktgemeinde Indersdorf bei über der Hälfte der Verbindungen länger als 15 Minuten warten, wenn sie mit dem Bus zur S-Bahn oder zu einem überregionalen Anschlussbus fahren.

Die Kreistagsfraktion der ÖDP fordert deshalb, zunächst die Busverbindung in allen Landkreisgemeinden zu überprüfen. „Die Buslinien beschränken sich nicht auf einzelne Gemeinden“, sagt Georg Weigl, der für die Wählergruppe Umweltdenken im Indersdorfer Marktgemeinderat und für die ÖDP im Kreistag sitzt und den Antrag ins Rollen gebracht hat. Er will erreichen, dass in jedem Ort im Landkreis mit mehr als rund 100 Einwohnern ein Bus regelmäßig zur Bahn oder zu einer überregionalen Buslinie fährt.

Weil die ÖDP-Fraktion hofft, dass die Kosten für das Projekt noch im diesjährigen Haushalt aufgenommen werden, musste der Antrag sehr schnell eingereicht werden. Mit den anderen Fraktionen hat Weigl deshalb vorab noch nicht gesprochen.

Im Landratsamt scheint die ÖDP aber offene Türen einzurennen. Denn dort plant man sowieso, das Bussystem zu überarbeiten: „Was im Antrag steht, ist auch unsere Intention“, sagt Wolfgang Reichelt, Medienbeauftragter des Landratsamtes.

Dieses Jahr soll ein neues Nahverkehrskonzept erstellt werden. Im Frühjahr gibt es eine Ausschreibung, da der Landkreis dafür Unterstützung von externen Experten braucht. „Im Sommer erfolgt dann die Arbeit, und bis zum Herbst sollen Ergebnisse vorliegen“, erklärt Reichelt. „Es geht darum, das bestehende Angebot zu optimieren und es an die veränderten Jahreslinien anzupassen“, sagt er.

Bei der Neukonzeption soll zum Beispiel untersucht werden, wo der Bedarf für weitere Linien ist, welche Linien häufiger fahren sollten oder wo die Abfahrtszeiten geändert werden müssen. „Wir müssen aber auch immer schauen, was Veränderungen für Auswirkungen auf das Gesamtnetz haben. Allen Recht kann man es mit Sicherheit nicht machen“, fügt Reichelt hinzu. Besonders wichtig sei es, die Fahrpläne auf die Schulzeiten abzustimmen.

Der ÖDP-Antrag soll in die Planungen mit einbezogen werden: „Sofern die Vorschläge der ÖDP umsetzbar sind, werden sie umgesetzt“, verspricht Reichelt. Dafür muss der Landkreis wohl Geld investieren. „Die hierfür nötigen Kosten können unserer Meinung nach mit den Kosten für den Bau von neuen Straßen konkurrieren,“ heißt es im Antrag. Verbesserungen im ÖPNV liegen in der Entscheidungsgewalt des Landkreises. „Die finanziellen Auswirkungen sind haushaltsrechtlich gestaffelt“, erklärt Reichelt. Projekte, die bis zu 25 000 Euro kosten, dürfen die Sachbearbeiter in Auftrag geben, bei Kosten bis zu 100 000 Euro darf der Landrat entscheiden. Alles was teurer ist, muss der Kreisausschuss absegnen.

Ziel ist es, schon beim Fahrplanwechsel im Dezember einige Änderungen verwirklichen zu können. „Am Besten wäre es, wenn es gleich einen großen Sprung an Verbesserungen geben würde. Dann könnte man das richtig bewerben“, findet Weigl.

(Claudia Schuri)

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