Mutwillig beschädigt wurde die Absperrung schon öfter.

Eine regelrechte Barrikade ist nötig

Arnbach - Mit einer regelrechten Barrikade wurde der Bahnübergang westlich von Arnbach für jeglichen Straßen- und Fußgängerverkehr gesperrt.

Die ungewöhnlich massive Absperrung war erforderlich geworden, weil die Mitte letzter Woche angebrachten Baken und Warntafeln wiederholt von Unbekannten beiseite geräumt und mutwillig beschädigt wurden.

Angeordnet wurde die Sperrung von der DB Netz AG, die für die Infrastruktur des Bahnbetriebs verantwortlich ist. Dazu zählt auch die Sicherheit, und die ist am Bahnübergang Arnbach bei Bahn-Kilometer 19,570 auch in diesem Sommer wieder einmal nicht gewährleistet.

Der Grund dafür ist der Maisanbau auf den benachbarten Ackerflächen. Sobald der Mais eine Höhe von 1,50 Metern über den Schienen erreicht, sind die beiden unteren Spitzensignale des herannahenden Zuges von den Benutzern des Feldweges im Bereich des Bahnüberganges nicht mehr zu erkennen.

Durchzuführen hat die Sperrung die Gemeinde Schwabhausen, als zuständige Straßenverkehrsbehörde auf eigene Kosten. In der Vergangenheit wurden von der DB Netz AG regelmäßig Sichtbehinderungen auf der westlichen Seite der Bahnlinie moniert, die durch das Freischneiden von entsprechenden Sichtfeldern schnell behoben werden konnten. Seit dem letzten Jahr ist allerdings die Einschränkung der erforderlichen Sichtfläche auf der nördlichen Seite der Bahnlinie so groß, dass der Bahnübergang wie schon im Vorjahr gesperrt werden muss. Fußgänger, Radfahrer und auch landwirtschaftliche Fahrzeuge müssen wohl oder übel bis zur Maisernte einen Umweg in Kauf nehmen, um auf den Bahnweg, der von Erdweg bis nach Indersdorf führt, zu gelangen. Diese Unannehmlichkeit hat vermutlich für Verärgerung gesorgt, die im Wegräumen und Beschädigen der Sperren gipfelte. Der gemeindliche Bauhof hat daraufhin eine Ladung Kies vor dem Bahnübergang abgekippt und dies mit den Warntafeln einschließlich einer Beleuchtung bei Nacht abgesichert. Da durch das widerrechtliche Entfernen der Absperrung eine Gefährdung für die Bevölkerung entstanden ist, wurden die Vorfälle von der Gemeinde Schwabhausen bei der Polizeiinspektion Dachau zur Anzeige gebracht.

Es bleibt zu hoffen, dass der Arnbacher Bahnübergang heuer zum letzten Mal gesperrt werden musste, denn wenn 2014 planmäßig die Baumaßnahmen zur Elektrifizierung der Bahnlinie Dachau-Altomünster starten, wird der Bahnübergang geschlossen und damit erledigt sich das alle Jahre wiederkehrende Problem von selbst.

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