An den wirklichen Menschen Strauß will Wilfried Scharnagl in seiner Biographie erinnern. Foto: kwo

Einem Freund ein Denkmal gesetzt

Dachau - Nicht nur an den Politiker, sondern vor allem an den Menschen Franz Josef Strauß will der Journalist Wilfried Scharnagl erinnern.

Als dessen langjähriger Freund und Weggefährte hat er zum 20. Todestag im vergangenen Jahr eine Biographie über ihn verfasst. „Es war mir eine Herzenspflicht, einen Beitrag zur Erinnerung an Franz Josef Strauß zu leisten“, betonte der ehemalige Chefredakteur des Bayernkuriers.

Im Adolf-Hölzel-Haus in Dachau stellte er sein Buch „Mein Strauß. Staatsmann und Freund“ auf Einladung der Dachauer CSU und des Landtagsabgeordneten Bernhard Seidenath vor. Scharnagl erinnert sich an viele intensive Momente, die er gemeinsam mit dem bayerischen Politiker erlebt hat. Eindrucksvoll beschreibt er auch den Moment, als in der Staatsregierung nach der Nachricht über den Tod des Politikers gebetet wurde. „In diesem Moment sind alle Parteigrenzen gefallen, alle hatten Tränen in den Augen.“

Was Strauß der CSU und der deutschen Politik hinterlassen hat, versucht Scharnagl im letzten Kapitel seines Buches auf den Punkt zu bringen: „Er hat niemanden unberührt gelassen. Er kannte Zuneigung und Liebe, aber auch Abneigung und Hass“, schreibt er. „Der Versuch, einen zweiten Franz Josef Strauß zu finden, ist zwangsläufig zum Scheitern verurteilt.“ (kwo)

Auch interessant

Kommentare