Elisabeth Schilhabel droht womöglich der Parteiausschluss

Dachau - Vor wenigen Wochen musste sie die Stadtratsfraktion der Grünen verlassen. Jetzt droht Elisabeth Schilhabel vielleicht sogar der Patrteiausschluss.

Bei der Kreisversammlung der Grünen am Mittwochabend im Gasthaus Zieglerbräu sagte die Kreisvorsitzende Marese Hoffmann, sie könne diesen Schritt nicht mehr ausschließen. „Wir hoffen, dass es ihr gelingt, sich bei den Dachauer Grünen positiv einzubringen und sie ihr Spiel nicht weitertreibt. Sonst könnte es sein, dass es auch bei den Grünen Anlass zum Handeln gibt.“

Ihr Spiel weitertreibt – damit meint die Kreisvorsitzende unter anderem den Vorwurf Schilhabels, die Partei habe bei der Listenaufstellung zur Stadtratswahl versucht, sie auf einen hinteren Listenplatz zu drängen. Hoffmann: „Frau Schilhabel ist von uns einstimmig auf Platz drei gewählt worden. Mehr braucht man dazu nicht zu sagen. Jetzt nachtarocken, wir wären so böse zu ihr gewesen, ist einfach bescheuert.“

Auch den Vorwurf Schilhabels, ihre ehemaligen Fraktionskollegen hätten Sachentscheidungen gegen sie getroffen, um ihren Rauswurf rechtfertigen zu können, wollen die Grünen so nicht stehen lassen. Stadträtin Luise Krispenz: „Das ist so offensichtlicher Blödsinn, dass ich beschlossen habe, darüber gar nicht weiter nachzudenken.“ Entscheidungen würden in Fraktionssitzungen mehrheitlich getroffen, doch Schilhabel habe dort häufig gefehlt. Krispenz: „Wir waren ständig zu dritt." Die Fraktion umfasst vier Personen.

Marese Hoffmann, die als Protokollführerin bei einer der letzten gemeinsamen Sitzungen der Fraktion mit Schilhabel zugegen gewesen war, berichtete auch über den Umgangston Schilhabels: „Ich konnte mir nicht vorstellen, dass es solche verbale Entgleisungen geben kann. Das war beispiellos.“ (mm)

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