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Dachau - Heute wird der Energiepreis des Landkreises Dachau in Höhe von 3000 Euro verliehen. An die Familie Kreitmair gehen 2000 Euro, und Roswitha Huber erhält 1000 Euro. Damit bekommen sie einen kleinen Teil ihrer Aufwendungen zurück.

Familie Kreitmair hat ihr Einfamilienhaus in Kleinberghofen mit der Beachtung energetischer Schwerpunkte komplett saniert und dadurch den unüblichen Weg gewählt. Anstatt Abriss und Neubau entschieden sich Christa (48) und Reinhard Kreitmair (51) dazu, das Haus komplett rückzubauen, dann neueste Technologien einzubauen und schließlich den Neubau zu starten. Zum einen besitzt das Haus der Kreitmairs einen sehr guten und nicht standardmäßigen Vollwärmeschutz, zum anderen gibt es einen Kamin mit einer Wassertasche, die für warmes Wasser im gesamten Haus sorgt. Start des Projektes war im Mai 2013, an Heilig Abend soll der Einzug stattfinden. „Das war schon sehr komisch, erst einmal alles zurückzubauen und eigentlich nur kaputt zu machen, ehe es dann mit dem eigentlichen Bau losging“, erklärt Reinhard Kreitmair, dessen Großmutter das Haus früher bewohnte. „Wir wollten zeigen, dass man auch das alte Haus sanieren kann und nicht alles abreißen muss. Es ist allerdings sehr wichtig, dass man jemanden hat, der wirklich Ahnung von diesem Thema hat. Gerade die Detailarbeit ist von großer Bedeutung“, so Christa Kreitmair. Bei den Kreitmairs übernahm der Vater von Reinhard die Oberaufsicht auf dem Bau, was die Familie extrem entlastete. Aktuell wohnt die Familie noch in Deutenhausen, doch schon bald dürfen sie sich als Kleinberghofener bezeichnen.

Neben den Kreitmairs wird auch Roswitha Huber vom Landkreis Dachau ausgezeichnet. Sie hat sich im Juni 2013 eine Eigenstromversorgung für ihren Milchviehbetrieb in Form von Solarzellen auf das Dach des Stalles gebaut. Im Sommer kann Roswitha Huber somit nahezu den gesamten Strom für ihren Stall aus der eigenen Anlage beziehen. Zudem ist auch das Haupthaus an die Anlage angeschlossen, die im Keller steht. Im Schnitt muss Roswitha Huber ungefähr 30 Prozent ihres Strombedarfs dazukaufen. Etwa 100 Tiere hält Roswitha Huber auf ihrem Hof, der Strom wird vor allem am Morgen und am Abend zur Stallarbeit verwendet.

Matthias Kovacs

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