Entspanntes Warten auf die Mittelschule

Indersdorf - Hauptschule Indersdorf bringt bereits alle Voraussetzungen dafür mit.

Nicht gut genug informiert fühlt sich derzeit der Indersdorfer Gemeinderat, was die vom bayerischen Kultusministerium geplante Schaffung von Mittelschulen angeht. Gerade hinsichtlich der zu erwartenden Kosten bei einer Umstellung von der Haupt- auf eine Mittelschule wünscht sich das Gremium konkrete Informationen, bevor von Gemeindeseite her eine Entscheidung gefällt werden kann.

Damit könne die Verwaltung nicht dienen, bedauerte indes Bürgermeister Josef Kreitmeir. „Konkretes sagen können wir erst, wenn im Mai oder Juni dieses Jahres die gesetzlichen Vorgaben aus dem Ministerium kommen“, sagte der Gemeindechef. So sei zum Beispiel wesentlich, ob bei einer Aufzweigung nach der siebten Klasse die Schüler komplett oder womöglich nur tageweise umziehen müssten. Und selbst wenn das feststehe, müssten sowohl Schulleitung als auch Gemeinde und Schulverband abwarten, wofür die Eltern ihre Kinder anmelden würden.

Große Gedanken müsse sich Indersdorf ohnehin nicht machen, denn zusammen mit Dachau sei es der einzige Schulstandort, der jetzt schon die Voraussetzungen für eine Mittelschule sicher mitbringe. „Salopp gesagt, wir können da oben einfach Mittelschule statt Hauptschule draufschreiben“, sagte Kreitmeir.

Er betonte aber, man werde mit anderen Gemeinden im Gespräch bleiben, was die Schaffung von Schulverbünden angeht. So haben sich Mitte Dezember die Bürgermeister der Gemeinden Altomünster, Hilgertshausen-Tandern und Indersdorf schon zusammengesetzt. Aufgrund der geringen Schülerzahlen bei der Bildung von M-Klassen werde aber auch mit den Gemeinden Erdweg, Schwabhausen und möglicherweise Röhrmoos gesprochen.

Florian Socher (Umweltdenker) regte an, dass vor einer Entscheidung bzw. Willensbekundung des Gemeinderats im Gremium ein Experte Rede und Antwort stehen solle. Und zweiter Bürgermeister Hans Lachner betonte, man dürfe den Schülern aus Gemeinden, die nicht dem Schulverband Indersdorf angehören, die Möglichkeiten einer Mittelschule nicht verbauen.

Fest steht bislang nur eins: Indersdorf und Altomünster wollen einen Schulverbund anstreben. (tor)

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