Mit dem Block den Matchball versenkt: Matthias Weber (li.) und Thomas Mersmann lassen dem Mendiger Leszek Kurowski in dieser Szene keine Chance. Foto: hae

Erst nach 123 Minuten darf der ASV jubeln

Dachau - In einem mitreißenden Match hat das gastgebende Männer-Volleyball-Team des ASV Dachau in der 2. Bundesliga den VC Eintracht Mendig nach 123 Spielminuten bezwungen.

Mit 3:2 (30:32, 25:15, 25:23, 30:32, 15:11) haben die Dachauer Platz zwei in der Gruppe Süd verteidigt. Die altehrwürdige Georg-Scherer wird in den Heimspielen der Saison 2008/2009 regelmäßig in ihren Grundfesten erschüttert. Im Match gegen Mendig musste man sich erstmals ernsthafte Sorgen um die Stabilität der in die Jahre gekommen Arena der ASV-Volleyballer machen. Auf dem Parkett duellierten sich die Volleyball-Teams aus Dachau und Mendig – und auf den Rängen die Fans beider Teams. Die lautstarken und mit zahlreichen Lärminstrument ausgestatteten Fans aus der Eifel animierten die Dachauer Fans, ihre von Hause aus schon lautstarke Unterstützung noch zu verstärken. Heraus kam dann eine Stimmung in der Halle, die Erstligaansprüchen genügte.

Auf dem Parkett zeigten der ASV und Mendig eine Leistung, die weitestgehend im oberen Zweitliga-Bereich anzusiedeln ist. Gerade im Angriff bewiesen beiden Mannschaften, dass sie zu den besten der Liga zu zählen sind.

Mit einer enormen Absprunghöhe ließen es die Dachauer Youngster Matthias Weber, Sebastian Wenninger, Florian Malescha & Co. das ein ums andere Mal richtig krachen; sie verzückten so ihre Mannschaftskameraden und Fans gleichermaßen. Bei den Gästen aus der Eifel glänzten die Oldies Thorsten Braun, Leszek Kurowski sowie der 23-jährige Manuel Handels, die von Zuspiel-Routinier Gunnar Monschauer bestens in Szene gesetzt wurden.

In den Sätzen eins und vier wurden die Volleyball-Fans an jenes legendäre Pokalspiel in Dachau erinnert, das kurz nach Einführung des Rally-Point-Systems in der Dachauer Georg-Scherer-Halle ausgetragen worden ist. Damals gewann der ASV den ersten Satz mit 43:41, am vergangenen Samstag behielt der Gast aus Mendig in den Endlossätzen die Oberhand. Im vierten Durchgang hatten die Dachauer vier Matchbälle, die Gäste ihrerseits vier Satzbälle, ehe einer der wenigen Angriffsfehler des Dachauers Florian Malescha den Satz zu Gunsten der Gäste beendete.

Entschieden wurde die Partie durch Kleinigkeiten. Die Dachauer waren in den Elementen Annahme und Block einen Tick besser als das Team aus der Vulkan-Eifel, was letztendlich den Ausschlag zum Sieg gab.

Der Tie-Break war ein Spiegelbild des gesamten Matches. Bei einer 8:3-Führung des Gastgebers wurden die Seiten gewechselt. Doch Mendig gab sich nicht geschlagen und holte Punkt für Punkt auf; der VC kam bis auf 10:11 an die Dachauer heran. Doch dann ließen die Stadtwälder nichts mehr anbrennen, sie sicherten sich mit einem Block den viel umjubelten Matchgewinn.

Selbst im Tie-Break steckten beide Teams nicht zurück, sie gingen weiter 100 Prozent. Die insgesamt 13 Fehler beider Mannschaften im Tie-Break zeugen von einer hohen Risikobereitschaft, für die letztendlich nur die Dachauer belohnt wurden.

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