Nachdem Prinz Niklas I. und Prinzessin Stefanie III. ihre Lieblingsbücher vorgelesen hatten, tanzten sie mit ihrer Garde 45 Minuten im Schwabhauser Rathaus. Foto: kn

Erst das Vergnügen, dann die Arbeit

Schwabhausen - Wenn die Kinderprinzengarde vor der letzten Gemeinderatssitzung im Fasching im Rathaus auftritt, dann „läuft nachher die Sitzung wie geschmiert“, so Bürgermeister Josef Mederer.

Die Schwabhauser Garde und die Tanzgruppe um Prinz Niklas I. und Prinzessin Stefanie III. trugen mit einem rund 45-minütigen bezaubernden Auftritt im Foyer ihren Teil zur Tradition bei, die immerhin schon elf Jahre währt, wie Mederer betonte: „Wir sind sehr stolz auf die älteste Kindergarde im Landkreis.“ Inge Axtner von der Gemeindeverwaltung und der Bürgermeister selbst bekamen Faschingsorden umgehängt, die Garde zeigte ein unterhaltsames und ansprechendes Programm.

Doch im Sitzungssaal zwei Stockwerke höher war es spätestens dann mit dem Schmusekurs vorbei, als es im Gemeinderat um Dachau Agil ging. Vereinsvorsitzender Heinz Eichinger, der Vierkirchner Bürgermeister, war gekommen, um zusammen mit dem neuen Regionalmanager Helmut Lung den Stand des Leader-Programms vorzustellen und die weitere Vorgehensweise für die einzelnen Projekte zu erläutern.

Applaus wie ihn die Garde zuvor erhalten hatte, wurde den beiden Referenten dabei nicht zuteil. Vielmehr mussten sie sich etwa von Hildegard Schuster, der UBV-Fraktionssprecherin, kritische Worte anhören. Etwa, dass alles viel zu lang dauere. „Beim Radwegekonzept sind wir nach zwei Jahren immer noch am Anfang, da hat sich überhaupt nichts getan“, beklagte sie. Und CSU-Fraktionschef Heinrich Loderer monierte einen mangelnden Informationsfluss. (tor)

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