Die ersten kleine Erfolge erzielt

Vierkirchen - Seit drei Monaten kümmert sich Sonja Kennerknecht um die Jugendlichen in Vierkirchen. In der jüngsten Gemeinderatssitzung sprach sie über ihre Arbeit.

Schon bald nach Beginn ihres Einsatzes als gemeindliche Jugendpflegerin konnte sie in einem Einzelfall erfolgreich vermitteln. Dabei ging es um Konflikte zwischen Jugendlichen.

Viel Zeit verbringt Sonja Kennerknecht im Jugendzentrum. Dort schaut sie an drei Abenden pro Woche vorbei und sieht nach dem Rechten. Das war jedoch offenbar so manchem Jugendlichen nicht sonderlich recht, denn als die Jugendpflegerin verstärkt zu kontrollieren begann, kamen wesentlich weniger in das JUZ, berichtete sie. Das habe sich inzwischen allerdings wieder geändert. Das JUZ wird derzeit zudem von vier Jugendlichen in Eigenverantwortung betreut.

Auch wenn die Kindernachmittage im JUZ in jüngster Zeit nicht mehr so gut angenommen wurden, soll am kommenden Donnerstag wieder mit einem Nachmittag im Monat neu gestartet werden. Einige Mütter übernehmen die Betreuung der Kinder.

Geplant sind laut Kennerknecht auch Partys oder ein Festival zum Schuljahresabschluss, das von einer Gruppe vorbereitet wird. Als große Aktion ist eine Ausstellung im Wasserturm in Vierkirchen vorgesehen, bei der verschiedene Aktionen wie Selbstbehauptungskurse oder ein DVD-Abend auf dem Programm stehen.

Weitergeführt wird zudem die Vortragsreihe „Ich bin doch kein Kind mehr“, bei der bislang Themen wie Drogen und Computerspiele zum Thema gemacht wurden. Im Mai wird ein Referent nun über die rechte Szene informieren. Dass in dieser Sache auch in der Gemeinde Diskussionsbedarf besteht, zeigten die aufgeschmierten Hakenkreuze an den Spielplätzen. Auch das JUZ-Team will eine Vortragsreihe organisieren. Der Jugendbeirat arbeitet gerade eine Satzung für das Gremium aus. Bei entsprechender Witterung will er eine Wintergaudi mit Spiel und Spaß auf die Beine stellen.

Der CSU-Fraktionssprecher Wolfgang Herzberg regte an, nach der Einarbeitungsphase auch die Aufsuchende Jugendarbeit wieder aufzunehmen. „Bei dem Bericht sieht man, dass unsere Entscheidung für eine eigene Jugendpflegerin richtig war“, sagte er und spielte darauf an, dass sich die Gemeinde dagegen ausgesprochen hatte, eine Jugendpflegerin zusammen mit anderen Gemeinden zu nehmen. (ch)

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