Ein fast vergessener Dachauer Künstller: Toni Danzer malte aus Leidenschaft

Dachau - Von 1945 bis zu seinem Tode 1951 lebte und arbeitete der Aquarellmaler Toni Danzer in Dachau. Seine Landschaftsbilder kamen an, die Familie konnte von den Verkäufen leben.

Daran erinnert sich die einzige Tochter Clara Danzer noch, die den wenigen Kunstnachlass des Vaters verwaltet. In den Wirren des Zweiten Weltkrieges sind leider viele seiner Werke verloren gegangen, denn die Münchner Wohnung wurde 1945 völlig ausgebombt. In der Folge siedelte Toni Danzer mit der Familie nach Dachau um. Sein erster Wohnsitz war in der Zieglervilla, nach einigen Umzügen landete er schließlich in der Schleißheimer Straße 7.

Toni Danzer wurde 1891 in München geboren. Er übte den Beruf des Technischen Zeichners aus, später arbeitete er viele Jahre als Gemeindebeauftragter der Rentenversicherung. Mit Passion widmete er sich jedoch schon immer der Malerei. Er bildete sich autodikatisch fort und hat auch Unterricht bei einem Münchner Maler genommen. Einige wenige Ölstudien lassen sogar auf eine akademische Ausbildung schließen. Aufzeichnungen über seinen Werdegang als Künstler gibt es keine.

Seine Aquarelle bestechen mit ihrer Lichtführung und zeigen meist eine genaue Wiedergabe von Gebäuden und Winkeln der nahen Umgebung von Dachau oder der Blutenburg, wo er sehr gerne gemalt hat. Vielfach handelt es sich um Sommerlandschaften mit wenig schmückendem Beiwerk.

Seit etwa 1920 war er mit Clara Besch verheiratet, Tochter Clara ist der einzige Nachkomme. Toni Danzer verstarb am 1. Dezember 1951 an Lungenkrebs.

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