Mystik und Fantasy boten die Multiinstrumentalisten der Gruppe Faun in der Friedenskirche. Foto: sch

Faun verbräumt Passion fürs Mittelalter

Dachau - Faun machte eine Zeitreise in eine Welt zwischen Mittelalter, Romantik und Fantasy möglich beim Konzert vor 400 begeisterten Besuchern in der Friedenskirche.

Die ruhig dahinfließenden, aber rhythmisch betonten Lieder sprechen völlig unterschiedliches Publikum an: von 18 bis 80, vom schwarzgewandeten Gothic-Anhänger bis zur bodenständigen Sachbearbeiterin.

Der Duft von Räucherstäbchen zog durchs Gotteshaus bevor Frontmann Oliver „Satyr“ Pade, Rüdiger Maul, Sandra Elflein und Fiona Rüggeberg vor efeuumrankten Mikrofonen zu den Instrumenten griffen. Es war der letzte Auftritt der deutschlandweiten „Faun-Akustik-Tour“, wobei mit elektronischer Verstärkung gespielt wurde. Die Musik von Faun ist inspiriert von Minnesang, von Tanzmusik, europäischer Folklore, Zigeunerweisen und historischen Liedern verschiedenster Epochen und Regionen, die mit modernen Elementen gemischt werden. Faun nennt diesen mal munter mal melancholisch dahinplätschernden Mix „Pagan Folk“. Dabei liegt der Schwerpunkt keineswegs in einer historischen Aufführungspraxis, sondern in der vokalreichen Musikalität und der Vielseitigkeit der Einflüsse. (sch)

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