Fehlalarm im Osterfeldergebiet: Darum lief alles schief

Schwabhausen - Ein Notruf zweier Skifahrer im Osterfeldergebiet am Samstag hat viele Rätsel aufgegeben. Denn während Polizei und Bergwacht die 19-Jährigen suchten, saßen sie schon im Zug nach München. Nun liegt das Ermittlungsergebnis vor.

Nach Polizeiangaben steht fest, dass ein großes Missverständnis vorgelegen hat: Die beiden Skifahrer aus Schwabhausen (Kreis Dachau) waren nicht im Osterfeldergebiet in Not geraten, sondern am Zugspitzplatt. Sie wollten in Unkenntnis der Örtlichkeit vom Zugspitzplatt zu den Osterfeldern fahren. Bis sie merkten, dass dies nicht möglich ist, waren sie bereits einige hundert Meter unterhalb der Talstation des Brunntalliftes.

Zu allem Überfluss haben sie bei ihrem Hilferuf noch ihre Karte falsch interpretiert und bei ihrem Notruf als Ortsangabe den Lift Nr. 16 (Bernandeinlift) angegeben.

Die Verbindungsaufnahme zwischen Bergwacht und Skifahrern war durch den in diesem Gebiet bekannt schwierigen Handyempfang glaubhaft erschwert.

Nach einem längeren Aufstieg konnten sie mit dem Lift zum Sonnalpin gelangen und anschließend mit der Zahnradbahn in das Tal fahren.

Nach ihrer Aussage haben sie dann offenbar nicht mehr daran gedacht, sofort die verständigten Hilfskräfte zu informieren und die laufende Suchaktion zu beenden.

Der Anführer der beiden hat sich selbständig und betroffen bei Polizei und Bergwacht gemeldet. Die Umstände und der verursachte Aufwand täten ihm sehr leid. Er bedankte sich bei den eingesetzten Kräften für die von ihnen verursachten Mühen.

Der Notruf der beiden Skifahrer war in der Nachbetrachtung nach Behördenangaben gerechtfertigt. Polizei und Bergwacht werden in diesem Falle keine Rechnung stellen.

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