Felbermeier will einen Bürgerentscheid

Haimhausen - Bürgermeister Felbermeier hat zu einem Bürgerentscheid aufgerufen. Er besteht auf das Mitspracherecht der Bürger zur Umgestaltung der Schlossallee.

Das Staatliche Bauamt München plant den Ausbau der St 2340 auf der gesamten Länge von der Schlossausfahrt bis zur Einmündung in die B13 in Maisteig. Dabei soll die Fahrbahn generalsaniert und vereinzelt umtrassiert werden. Da auch der Abschnitt der Haimhauser Schlossallee in diesen Bereich fällt, soll diese auf Wunsch der Gemeinde komplett neu angelegt und bis zum Kramer Kreuz mit einem abschließenden Kreisverkehr verlängert werden. Problematisch könnte dabei die emotionale Verbundenheit vieler Haimhauser zu dieser Baum bestandenen Strasse werden; denn eine Abholzung der bestehenden Bäume wäre unvermeidlich. Die Lindenallee stammt aus dem 18.Jahrhundert und wird als Naturdenkmal eingestuft. Die Bäume sind zwischen 15 und 270 Jahre alt. Die drei ältesten Linden befinden sich am Ende der Allee Richtung Maisteig. Nach Auskunft des Vorsitzenden des Bund Naturschutz vor Ort, Willi Pein, waren es noch bis vor kurzem vier alte Bäume. Von Staatsseite wurde nach einem Gutachten der Firma Tree-Consult ein Baum nach Durchleuchtung seines Innenlebens wegen akuter Einsturzgefahr gefällt. Ein weiterer erhielt die Bewertung „nicht erhaltenswert“, jedoch mit Standfestigkeit. Die beiden anderen waren „bedingt erhaltenswert“. Willi Pein meinte dazu: „Grundsätzlich würde ich gerne die großen, alten Bäume stehen lassen. Aber wenn die Haimhauser Aussicht auf eine neu gepflanzte, einheitliche und verlängerte Allee haben, ist das ein Werk für die kommenden Generationen.“ Auf Fotos zeigt er die bereits vorhandenen inneren Schäden der uralten Bäume. Abgesehen davon seien die restlichen Bäume relativ wertlos, da sie planlos nach Bedarf nachgepflanzt wurden. Mit der Neuanlage der Allee sollte diese auch weiter nach Osten gerückt werden, so dass die Zufahrten der Anlieger an der rechten Seite Allee-aufwärts optisch angepasst werden und eventuell sogar einen Gehweg erhalten. Bürgermeister Felbermeier will damit einen repräsentativen Orteingang schaffen, wie er es mit der ursprünglichen Allee vor zwei Jahrhunderten sicher war: „Wie man in einen Ort betritt, so wirkt er auch“, ist seine Devise. Mit dem Bürgerentscheid soll nicht nur der Wunsch der Bürger, sondern auch die Dringlichkeit einer Alleeumgestaltung demonstriert und unterstrichen werden. (sh)

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