Festsaal bleibt weitgehend leer

Karlsfeld - 1500 Einladungen hat Bürgermeister Stefan Kolbe verschicken lassen. Und doch blieb der Festsaal des Bürgerhauses weitgehend leer beim ersten Karlsfelder Jugendgespräch.

Die wenigen Jugendlichen, die der Einladung gefolgt waren, machten allerdings sehr deutlich, wo sie der Schuh drückt. Etwa 25 Kinder und Jugendliche waren im großen Festsaal auszumachen, dazu genau so viele Erwachsene: Bürgermeister Stefan Kolbe, Gemeinderäte, die gemeindliche Jugendbereichsleiterin Martina Kirchpfening und Mitarbeiter aus dem Karlsfelder Jugendhaus.

Die wenigen Besucher enttäuschen den Bürgermeister nicht. Mit Dutzenden von Fragen und Vorschlägen machten sie Stefan Kolbe und den Gemeinderäten deutlich, wo sie der Schuh drückt: Sie wünschen sich eine Miniramp für den Skaterpark, Tore an Bolzplätzen sowie mehr Bänke für den Basketballplatz am Feldmochinger Weg und dessen Beleuchtung.

Alle Wünsche kann der Bürgermeister freilich nicht erfüllen. Elena Ohmayer plädiert für bessere Busverbindungen nach Dachau. Vor allem die Handwerkersiedlung sei schlecht angebunden. Da musste Kolbe auf den Landkreis verweisen. Der ist für die Buslinien zuständig.

Es war nicht das einzige Mal, dass Kolbe den Landkreis in der Pflicht sah. Die Jugendlichen hatten zahlreiche Verbesserungsvorschläge für das Naherholungsgebiet am Karlsfelder See: Eine Rutsche, einen Steg und Beleuchtung. Das alles ist Angelegenheit des Landkreises. Der aber sperrt sich regelmäßig gegen Investitionen. Was Kolbe auch deutlich zur Sprache brachte: „Bei den Stegen ist keinerlei Bereitschaft des Landkreises zu erkennen. Es ist ein unsägliches Thema.“ (flg)

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