Fluchtweg wird zum Hindernis

Dachau - Dachaus Stadträte haben ein Problem gelöst, dafür ein anderes Problem geschaffen.

Obwohl die Dachauer Volkshochschule nächstes Jahr umziehen soll, hat die Stadt jetzt noch einmal in das alte Gebäude an der Thoma-Wiese investieren müssen. Eine Blitzaktion, denn sonst hätten keine Kurse mehr in dem Gebäude stattfinden dürfen. Doch die neue Feuertreppe bereitet den Organisatoren der Dachauer Informations- und Verkaufsveranstaltung Diva Sorgen.

Für 17 500 Euro mussten provisorische Brandschutzmaßnahmen ergriffen werden. „Das war notwendig, um den Betrieb weiter aufrecht halten zu können“, argumentierte Oberbürgermeister Peter Bürgel (CSU) in der jüngsten Finanz- und Hauptausschusssitzung des Stadtrats und erntete Zustimmung: Der Hauptausschuss gewährte die Investition ohne eine einzige Gegenstimme.

An das Gebäude wurde ein als provisorischer Fluchtweg dienendes Gerüst angebracht. Dieses löst zwar das Problem mit dem Fluchtweg im Brandfall, schafft aber gleichzeitig ein neues: Das Gerüst steht einer der Hallen der Diva (21. bis 25. Oktober) im Weg. Der städtische Wirtschaftsförderer Stefan Wolf spricht von „keinem einfachen Problem“. Zusammen mit der Messeleitung will Wolf nach einer Lösung suchen. Der Wirtschaftsförderer: „Wir schauen, wie wir die Halle verschieben können. Wir beraten uns täglich.“

Im nächsten Jahr soll die vhs aus dem maroden Gebäude an der Thoma-Wiese ausziehen. OB Bürgel favorisiert das Kaufhaus Hörhammer als neuen Standort. flg

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