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Enttäuscht: Alexander Zimmermann aus Haimhausen verkauft in London "German Street Food".

Die Folgen des Brexit

Ein Haimhauser in Großbritannien ärgert sich über Engländer

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Landkreis - Der Brexit kommt. Und damit wirtschaftliche Umwälzungen – die auch einen Haimhauser in Großbritannien betreffen: Alexander Zimmermann lebt seit über fünf Jahren in London. Er hat dort einen echt deutschen Bratwurststand namens „Hans Wurst“ eröffnet.

Am Freitagmorgen ist Alexander Zimmermann über den Ausgang des Votums enttäuscht. „Ich bin selber noch ein bisschen verwirrt“, sagt der 26-Jährige. „Das ist wirklich keine schöne Sache.“ Die so nicht vorherzusehen war. 

Zimmermann lebt in Wimbledon, ein Stadtteil Londons, in dem eher betuchte Engländer wohnen, „hier hat man es nicht so gespürt“, sagt er. Seine Kunden, viele davon Immobilienmakler, sind keineswegs erfreut über den Ausgang, „überhaupt nicht“, sagt der Deutsche – auch sie werden mit hohen Preisen zu kämpfen haben. Doch die Engländer außerhalb Londons seien „sehr patriotisch“, so Zimmermann. „Diese Leute sind noch nie aus England rausgekommen.“ Daran findet er grundsätzlich nichts Schlechtes, doch in diesem Fall habe diese engstirnige Einstellung eben negative Folgen. 

Und Zimmermann hat nun den Salat. Oder besser gesagt die teure Bratwurst. Denn die Preise werden steigen – weil das Pfund an Wert verliert. Zimmermann importiert seine Ware aus Deutschland. Das läuft so gut, dass er sogar schon einen zweiten Stand eröffnet hat, im Stadtteil Lewisham. Offenbar stehen die Engländer auf deutsche Hausmannskost. Zudem wollte er einen Online-Shop eröffnen, mit deutschen Waren. 

Ob das nun klappen wird, weiß Zimmermann nicht. „Mal abwarten“, sagt er geknickt. Und ob es für ihn selber Probleme wegen der Arbeitserlaubnis geben wird, ist auch noch nicht abzusehen. Eigentlich könnte Zimmermann die englische Staatsangehörigkeit beantragen, doch er zweifelt noch: „Gerade bin ich ziemlich verärgert über die Engländer.“ 

Eines aber erhellt seine Stimmung: Am Montag startet das große Rasenturnier in Wimbledon. „Das werden super drei Wochen“, meint er. Und dann heißt es: abwarten und Tee trinken.

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