Verbissschäden: Franz Knierer (l.) und Thomas Zimmermann dokumentieren sie. foto: ch

Forstliches Gutachten: Waldverjüngung bereitet Sorgen

Landkreis Dachau - Seit 1986 werden in Bayern alle drei Jahre forstliche Gutachten erstellt. Großer Wert wird dabei auf objektive und statistisch aussagekräftige Ergebnisse gelegt.

Im Landkreis Dachau wurden nach Hans-Jürgen Gulder, Leiter des amtes für Landwirtschaft und Forsten, der Verbiss durch Rehe in rund 250 Jungbeständen untersucht.

Bei der Auftaktveranstaltung zeigten die beiden Revierförster Thomas Zimmermann und Franz Knierer, wie anhand eines systematisch angelegten Rasternetzes Stichproben genommen werden. Jäger und Waldbesitzer können sich an der Bestandsaufnahme beteiligen, die im Landkreis zirka zwei Monate dauern wird. Danach wertet das Amt die Ergebnisse aus und stellt je nach Stärke der Verbissschäden die Abschussquote für Rehe fest.

Guldner beschreibt die Waldverjüngung wegen der "nicht besonders guten jagdlichen Situation" als "unbefriedigend". Erschwerend komme hinzu, dass der Landkreis mit einem Waldanteil von nur 16 Prozent (bayernweit 36 Prozent) extrem waldarm ist. Negativ sei auch der hohe Fichtenanteil mit über 90 Prozent.

Der Wald müsse unbedingt umgebaut und gut mit buchen, Eichen, Bergahorn, Eschen und Tannen durchmischt werden. (ch)

Auch interessant

Kommentare