Fortbestand nur durch Optimierung

Altomünster - Alle Kindergärten im Gemeindebereich Altomünster sollen fortgeführt werden, trotz geringerer Belegungszahlen in Pipinsried und Wollomoos , die den Gemeinderat auf den Plan gerufen hatten. Optimierung heißt das Zauberwort.

Grund für die hektische Aktivität sind die geringen Belegungszahlen in den Kindergärten Wollomoos und Pipinsried. Dies führte im Gemeinderat zu einer Arbeitsgruppe "Kindergarten", die in der Sitzung am Dienstagabend bereits Vorgaben für eine Optimierung der Kindergärten einbrachte.

Geplant werde für Wollomoos das Angebot eines integrierten Waldkindergartens, bei dem die Kinder tageweise draußen im Wald und auch im Kindergarten ihre Zeit verbringen. 238 Unterschriften der Wollomooser befürworten dies und auch der Grund wäre schon da. „Mit Hilfe der Eltern und einfachen Mitteln könnte ab Herbst bereits begonnen werden“, sagte der Bürgermeister.

Pipinsried darf noch ein Jahr mit der geringen Kinderzahl weitermachen; vielleicht, so die Hoffnung, kommen ja noch ein paar dazu. Bis zum nächsten Jahr aber muss ein geändertes Konzept vorliegen. Angedacht wurde auch hier eine Ausdehnung als integrierter Waldkindergarten, was aber vom Kindergartenreferenten Christian Schweiger als „nicht so sinnvoller Schnellschuss“ bezeichnet wurde, da man sich dadurch gegenseitig Konkurrenz mache. Besser sei es möglicherweise, eine Montessori-Gruppe anzubieten oder in einem der anderen mehrgruppigen Kindergärten eine Gruppe zu schließen. Die Vorschläge nahm das Gremium einstimmig an.

Das zu erwartende Defizit von rund 50000 Euro, das noch zu dem bereits bestehenden Kindergartendefizit in Höhe von 400000 Euro hinzukäme, soll halbiert werden durch eine geringfügige Gebührenerhöhung für alle Kindergärten und durch geänderte Buchungszeiten.

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