Auto rast in Newscastle in Menschengruppe - Fahrerin festgenommen

Auto rast in Newscastle in Menschengruppe - Fahrerin festgenommen
+
Bleibt er geöffnet? Der Laden des Franziskuswerks in der Altstadt.

Franziskuswerk Schönbrunn

Werden "Die Läden" dicht gemacht?

Bereits seit zehn Jahren machen die beiden Läden des Franziskuswerks Schönbrunn in Dachau Verluste im unteren fünfstelligen Bereich. Jetzt muss eine Entscheidung fallen: Übernahme durch ein Franchise-Unternehmen oder die Schließung des letzten Lebensmittelgeschäfts in der Altstadt sowie der Dependence am Klagenfurter Platz?

Sieben Menschen, drei davon mit Behinderung, arbeiten im Lebensmittelgeschäft des Franziskuswerks Schönbrunn in der Altstadt: „Sie haben dadurch die Möglichkeit, mitten in der Gesellschaft zu arbeiten“, erklärt der Pressesprecher des Franziskuswerks Tobias Utters. „Der Laden“ ist das letzte Lebensmittelgeschäft in der Altstadt. Doch ob er sowie der Lebensmittler des Franziskuswerks am Klagenfurter Platz weiter bestehen werden, ist unklar: „Jeden Monat machen wir insgesamt ein Defizit im unteren fünfstelligen Bereich“, erklärt Tobias Utters. Vor allem das breite Sortiment und das Personal in den beiden Geschäften verursachen große Kosten. Denn die insgesamt fünf Mitarbeiter mit Behinderung müssen von Betreuern beaufsichtigt werden: „Wir müssen zwar mit den Läden keinen Gewinn erzielen. Aber wir können auch unsere ganzen Gelder, die für die Pflege von Menschen mit Behinderung gedacht sind, nicht in die Aufrechterhaltung des einzigen Lebensmittelgeschäfts in der Altstadt stecken“, bedauert der Pressesprecher Tobias Utters.

Bereits seit einigen Jahren versucht das Franziskuswerk die Verluste zu reduzieren – vergeblich. Jetzt möchte das Werk das breite Warensortiment verkleinern und nur das anbieten, was die Kunden wirklich verlangen: „Wir werden in Zukunft nicht mehr acht verschiedene Marken anbieten, sondern bei vielen Produkten nurmehr zwei.“

Außerdem prüft das Schönbrunner Franziskuswerk mit Geschäftsführer Markus Tolksdorf derzeit die Kooperation mit dem sozialen Franchise-Unternehmen „CAP-Märkte“. Die „CAP-Märkte“ haben sich die Verbesserung der Arbeitsplatzsituation für behinderte Menschen zum Ziel gesetzt und leben sozusagen das Thema Inklusion.

Tobias Utters hofft deswegen auf die Kooperation mit dem sozialen Franchise-Unternehmen: „Dadurch könnten wir auch mehr Menschen mit Behinderung einstellen.“ Ob die Kooperation zukünftig klappen wird, überprüft das Franziskuswerk derzeit noch. Die Entscheidung für oder gegen „Die Läden“ falle erst im zweiten Halbjahr, so Tobias Utters. „Der Laden Floristik & Design“ in Schönbrunn wird wiederum bereits ab ersten April schließen. Der Grund sind auch die großen Defizite in den letzten Jahren.

Die Voraussetzungen für einen CAP-Markt in der Altstadt oder am Klagenfurter Platz stellen eine Herausforderung dar: Denn bisher sichern die „CAP-Märkte“ nur in Orten mit 500 bis 1500 Einwohnern die Versorgung des täglichen Bedarfs. In Dachau jedoch leben rund 40 000 Menschen.

Anna Schwarz

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Helmut Größ sucht Dachauer Haustafeln
Dachauer Haustafeln – sie sind eine absolute Besonderheit. Der Heimatforscher Helmut Größ möchte sie nun für eine Ausstellung zusammenbringen.
Helmut Größ sucht Dachauer Haustafeln
Feuerwehr musste zum Löschen das Dach öffnen
Ein Brand in einem Wohnhaus in der Schlossallee von Sulzemoos hat in der Nacht zum Montag für einen Feuerwehr-Großeinsatz gesorgt. Mehrere Feuerwehre waren stundenlang …
Feuerwehr musste zum Löschen das Dach öffnen
VW-Fahrer rast in Stauende
Ungebremst ist ein 35-jähriger VW-Fahrer am Freitag in ein Stauende auf der A 8 auf Höhe Odelzhausen gerast. Er kollidierte laut Polizei mit drei Autos, sechs Personen …
VW-Fahrer rast in Stauende

Kommentare