Ab Mitte dieses Jahres rollen die Baumaschinen an der Freisinger Straße an. Neben der Straße wird ein Gehweg gebaut. Zudem wird der Einmündlungsbereich des St.-Ursula-Wegs (links) verbessert. Foto: ost

Die Freisinger Straße wird ausgebaut

Hilgertshausen - Die Ortsdurchfahrt in Hilgertshausen wird auf einem großen Teilstück ausgebaut. Die Fahrbahn wird erneuert, ein Gehweg gebaut und einiges mehr. Die Bauarbeiten sollen schon Mitte des Jahres beginnen. Die Kosten werden auf den Freistaat und die Gemeinde verteilt - und die Anlieger.

Das Staatliche Bauamt Freising und die Gemeinde Hilgertshausen-Tandern sind übereingekommen, die Ortsdurchfahrt der Staatsstraße 2337 (Freisinger Straße) zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse ab Forstbach bis zum östlichen Ortsende gemeinsam auszubauen.

Grundsätzliche Beschlüsse zu dieser gemeinschaftlichen Baumaßnahme wurden bereits im Februar 2013 vom Gemeinderat gefasst, und im vergangenen Jahr war dieser Straßenbereich wegen Kanalarbeiten bereits über ein halbes Jahr gesperrt.

Bevor mit den Bauarbeiten ab Mitte dieses Jahres begonnen werden kann, ist noch die Wasserleitung zu erneuern. Neben der Erneuerung der Fahrbahn sind auf einer Länge von 514 Metern an der Nordseite der Freisinger Straße neue, gepflasterte Gehwege mit einer Breite von 1,80 Metern vorgesehen. Ursprünglich war nur eine Breite von 1,50 Metern im Gespräch.

In der Vereinbarung mit dem Straßenbauamt wurde auch festgelegt, dass Bordsteinkanten abgerundet werden. An der Südseite dieser Durchgangsstraße wird es mangels Bereitschaft zur Grundabtretung auch künftig keinen Gehweg geben.

Der geschäftsleitende Gemeindebeamte Hans Schweiger erklärte in der jüngsten Gemeinderatssitzung auf Anfrage von Gemeinderat Werner Kerzel (WG Hilgertshausen-Tandern), dass sich der Standort für den Schülerlotsendienst nicht verändert. Wie Schweiger weiter erklärte, wird die Straßenbeleuchtung erneuert und der Abstand der Lampen untereinander verringert.

Der Einmündungsbereich des St.-Ursula-Weges wird im Zuge der Baumaßnahme verbreitert. Es ist Gemeindegrund vorhanden, so dass man diesen Einmündungsbereich trompetenförmig großzügiger gestalten kann.

Am östlichen Ortseingang von Gumpersdorf sieht die Planung eine Querungshilfe vor. Für den Breitbandausbau wird ein Leerrohr mitverlegt. Der Bereich zwischen der vorhandenen Kreuzung und dem Forstbach wird kleinflächig saniert.

Das Staatliche Bauamt wickelt das Bauprojekt für die Gemeinde mit ab. Kostenträger für die Gehwege und den Einmündungsbereich des St.-Ursula-Weges ist die Gemeinde. Die Ausschreibung des gemeinsamen Projektes wird derzeit vom Staatlichen Bauamt vorbereitet.

Nach einer Schätzung ist für die Gemeinde mit einem Kostenanteil von 239 000 Euro zu rechnen. Ein Zuwendungsantrag beim Freistaat ist bereits gestellt, die Höhe der Bezuschussung steht aber noch nicht fest.

Nach derzeitigem Rechtsstand sind von den Anliegern Straßenausbaubeiträge zu erheben, was die betroffenen Grundbesitzer wohl weniger freuen wird. Sie können nur noch auf eine Änderung des Beitragsrechts hoffen, denn aktuell wird im Bayerischen Landtag über mögliche Änderungen zu den Straßenausbaubeiträgen beraten. Was die Kostenbeteiligung angeht, wird die Gemeinde die betroffenen Anlieger informieren. Es geht schließlich um eine Maßnahme, die heuer noch kassenwirksam wird, hieß es.

Wenn es mit den Bauarbeiten Mitte des Jahres los geht, soll nach den Worten von Gemeinderat Werner Kerzel sichergestellt sein, dass nicht wie im vergangenen Jahr der Schwerlastverkehr versucht, sich durch die Siedlung zu schlängeln, ohne der offiziellen Umleitung zu folgen. Bürgermeister Hans Kornprobst denkt diesbezüglich an ein einseitiges Parkverbot oder das Festlegen einer Gewichtsbeschränkung für Lastwagen.

Josef Ostermair

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