Die Grabtafel weihte Pater Tomislav Glavnik. Foto: Sailer

Frommer Pfarrer mit Todesahnungen

Egenburg - Das Grabmal von Karl Seel ist renoviert und wieder in die Kirchenwand eingesetzt worden.

250 Jahre nach seiner Geburt ist die Grabtafel des ehemaligen Egenburger Pfarrers Karl Seel (1759 -1816) renoviert und wieder in die Außenmauer der Kirche eingesetzt worden.

Ein unbekannter Gönner hat die Erneuerung der Grabtafel (Epitaph) möglich gemacht. Die Weihe hat Pater Tomislav Glavnik vorgenommen. Lange Jahre war das Epitaph in einem Nebenraum des Leichenhauses gelagert worden, nachdem es vorher bereits Jahrzehnte auf dem Dachboden der Kirchen gelegen hatte. Nun wurde das Grabdenkmal wieder eingesetzt und gesegnet.

Seel war ein frommer Priester, von dem man heute noch erzählt, dass er nachts die Kirche besuchte, um zu beten. Manch Erzählung rankt sich um ihn. Interessant sind Berichte über den sehr fromm lebenden Pfarrer. Er wird als großer Wohltäter der Pfarrei und als eifriger Förderer der Schule gerühmt. Auch soll der Pfarrer immer gewusst haben, wer als nächster aus der Pfarrei sterben würde.

Pfarrer Seel wurde am 8. Mai 1759 in Sengenried bei Altomünster geboren und auf den Namen Johann Nepomuk getauft. Seine Eltern hießen Vitus und Katharina Seel (geb. Kranzberger). Die Familie lebte bis 1932 auf dem Anwesen in Sengenried beim Oberbauer. Von 1770 bis 1776 besuchte Seel das Wilhelmsgymnasium in München. Er trat in das Augustiner-Chorherrnstift in Indersdorf ein und legte dort 1779 die Profess ab, bei der er den Ordensnamen Karl erhielt. 1782 wurde er zum Priester geweiht und feierte seine Primiz.

1792 übernahm er die Pfarrei Egenburg. Pfarrer Karl Seel starb 1816 in Egenburg, wo er auch seine letzte Ruhe fand. (sm)

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