Führungsduo der Schönbrunner Feuerwehr bestätigt

Schönbrunn - Vorstand Martin Mayr und Kommandant Thomas Grieser bleiben an der Spitze der Feuerwehr Schönbrunn. Auf der Wahlversammlung erinnerten beide an ein ruhiges Jahr - und an einen außergewöhnlichen Einsatz.

Die Wahlen bei der Schönbrunner Feuerwehr haben für neue Gesichter im Vorstand gesorgt. Vorstand Martin Mayr und Kommandant Thomas Grieser werden zwar auch in den nächsten sechs Jahren die Geschicke der Wehr leiten, es gibt aber auch neue engagierte Mitarbeiter.

Künftig sollen die vielfältigen Aufgaben auf mehr Schultern verteilt werden. So wurde in der Hauptversammlung erstmals ein zweiter Vorstand gewählt. Dieses Amt übernahm Andreas Fleischer. Neu ist auch Schriftführer Stephan Hueber, er löste Florian Müller ab. Der Schatzmeister der Wehr heißt dagegen weiterhin Bernhard Mayr. Um die Jugend kümmert sich Felix Herrler.

Außerdem wurden gewählt: 1. Gerätewart Hans Markl; 2. Gerätewart Stefan Müller; 3. Gerätewart Konrad Sedlmair und als Kleiderwart Franz Markl. Fahnenträger bleibt Stephan Müller, die Brüder Klaus und Konrad Sedlmair stellten sich als Fahnenbegleiter zur Verfügung. Eine neue Aufgabe bekommt auch der CSU-Gemeinderat Stefan Sedlmair: Er wurde auf der Versammlung zum Atemschutz-Gerätewart ernannt.

Trotz der doch vielen Wahlgänge gab es in der von Bürgermeister Dieter Kugler geleiteten Wahl nie Gegenstimmen, was von der guten Harmonie in der Schönbrunner Feuerwehr zeugt.

Kommandant Grieser kann derzeit auf 20 Aktive zurückgreifen. Leider gibt es derzeit nur einen einzigen Jugendlichen in den Reihen der Schönbrunner Feuerwehr.

Was die Einsätze angeht, war 2014 ein eher ruhiges Jahr. Es gab nur zwölf Einsätze, im Jahr 2013 waren es noch 17 gewesen. Siebenmal war technische Hilfeleistung gefragt, nur einmal wurde die Wehr zu einem Brand gerufen.

Geärgert haben sich die Schönbrunner über einen Betreuer des Franziskuswerks, der ihnen einen außergewöhnlichen Fehlalarm bescherte. Grieser: „Wie man an Silvester neben einem Rauchmelder ein Tischfeuerwerk zünden kann, kann keiner verstehen.“ Zu einem Fehlalarm kam es auch aufgrund der mutwillig eingeschlagenen Scheibe an einem Druckmelder im Franziskuswerk.

Was den Digitalfunk angeht, sei Schönbrunn zusammen mit Röhrmoos federführend. Aufgrund guter Schulung könne nun jeder Feuerwehrler mit der neuen Technik umgehen, so Grieser.

Langfristig sorgen sich die Mitglieder der Feuerwehr Sorgen um ihre Unterkunft. Denn im Zuge der Franziskuswerk-Vision 2030 droht womöglich der Abriss des Gerätehauses. Wie von Kommandant Grieser zu erfahren war, läuft der Mietvertrag schon in vier Jahren aus. Die Verantwortlichen im Franziskuswerk hätten ihm aber versichert, die Feuerwehr nicht im Regen stehen zu lassen.

Dennoch wurde angeregt, rechtzeitig an eine Planung zu denken. Auch Bürgermeister Kugler versicherte, die künftige Unterbringung der Schönbrunner Wehr nicht aus den Augen zu verlieren.

Die Schönbrunner Feuerwehr wird ein neues Löschfahrzeug bekommen, ein LF 10/6. Die Wehr könne beruhigt sein, sagte Bürgermeister Dieter Kugler auf der Jahresversammlung. Er wolle für das Jahr 2016 die Anschaffungskosten - rund 250 000 Euro - in den Gemeindehaushalt einstellen. Dieses neue Fahrzeug kann dann neben dem vorhandenen Hubrettungsfahrzeug in Dienst gestellt werden. Es löst das alte LF8 ab, das schon 30 Jahre alt ist. (ost)

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