Aufmerksame Zuschauer bei der Partnersteinverleihung, mit Dorothee Jennrich (vorne, 4. von links) und Barbara Stamm (6. von linkv) und den Veranstaltern. foto: ink

Führungspositionen für Frauen bedeuteten harte Arbeit

Dachau - Die Bayerische Landtagspräsidentin Barbara Stamm (CSU) hat sich nach einem anstrengenden Sitzungstag in München viel Zeit für ihre Dachauer Parteifreunde bei der gut besuchten Veranstaltung im Hotel Tulip Inn genommen.

Grund des Besuchs war die Verleihung des Partnersteins an die Firma Thorlabs GmbH für die gelungene Umsetzung von Berufsleben und Familienalltag. „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“. Die Zielsetzung der drei Arbeitsgemeinschaften FU (Frauenunion), MU (Mittelstandsunion) und CSA (Christlich-soziale Arbeitnehmerunion), sei auch ihr „großes Anliegen“. Vieles sei besser geworden, „aber Führungspositionen für Frauen sind immer noch selten und bedeuteten harte Arbeit“.

So stellte sie „als leuchtendes Beispiel“ die Thorlab-Geschäftsführerin Dorothee Jennrich heraus: „Sie fördert Frauen, unterstützt Familien, Väter können in Elternzeit gehen, und es besteht ein eigenes Kinderbetreuungskonzept. Kinder gehören dazu - und Menschen mit Behinderung.“ Dorothee Jennrich hat es geschafft, sie steht seit 2004 an der Spitze des Unternehmens für Laserentwicklung und Laseranwendung mit 160 Mitarbeitern, das seinen Sitz im 13. Jahr im Dachauer Raum hat, zunächst bis 2006 in Karlsfeld. „Aber da wir aus allen Nähten platzen, ziehen wir im Jahr 2017 nach Bergkirchen, ins Gada-Gewerbegebiet“, kündigte sie an. Die dort schon bestehende Kinderkrippe sei ebenfalls von Vorteil.

Ihr Unternehmen werde „menschenintensiv“ geführt, die Wertschätzung des Menschen im täglichen Tun stehe im Vordergrund, „geleitet von dem Respekt füreinander, für die Kunden und für alle, die mit uns arbeiten“. Für die Gleitzeit seien 20 verschiedene Arbeitsmodelle entwickelt worden. Denn: „Die Administration muss den Menschen unterstützen.“

„Die Menschen sind das größte Kapital“ hatte Barbara Stamm eingangs gesagt, als sie die Verantwortung der Unternehmer für die Gesellschaft ansprach, denn „familienfreundliche Betriebe haben wegen der positiven Einstellung der Arbeitnehmer größeren Erfolg“. Die Lebenswirklichkeit der Familien habe sich verändert, und die Einführung der Elternzeit, des Elterngeldes und der Familienpflegezeit reiche nicht. Inzwischen sei sie zur Befürworterin des Betreuungsgeldes geworden und verstehe „die ideologische Diskussion“ um die so genannte Herdprämie nicht. „Wir stehen für die Wahlfreiheit“. Über den Wert der Familie müsse wieder stärker nachgedacht werden auch in Anbetracht steigender Kosten für Kinder-und Jugendpsychiatrie. „Wir brauchen gesunde Strukturen“. „ Was brauchen unsere Kinder?“ sei die zentrale Frage. Bis zum Jahre 2018 kündigte sie für Bayern „ein bedarfsgerechtes Ganztagsangebot“ an.

(ink)

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