Am Grab des ehemaligen Vorsitzenden der Bayernpartei sprach der jetzige Generalsekretär Hubert Dorn (links). cst

Gedenkmesse zu Ehren von Joseph Baumgartner

Sulzemoos - Vor 45 Jahren ist Professor Dr. Joseph Baumgartner aus Sulzemoos verstorben. Die Bayernpartei hat einen Gedenkgottesdienst zu Ehren ihres ehemaligen Vorsitzenden veranstaltet.

Baumgartner gehörte nach dem Zweiten Weltkrieg zu den Begründern des Bayerischen Bauernverbandes und der CSU. Bald schaffte er den Sprung in den Bayerischen Landtag und wurde zweimal zum Bayerischen Landwirtschaftsminister ernannt. 1948 verließ der Hochschulprofessor die CSU und trat der neu gegründeten Bayernpartei bei, in der er zum Vorsitzenden gewählt wurde. Insgesamt zehn Jahre bekleidete er dieses Amt. Von 1954 bis 1957 war er zudem stellvertretender Bayerischer Ministerpräsident unter Wilhelm Hoegner. Nach einem Meineidverfahren im Zusammenhang mit einer Untersuchung über die Vergabe von Spielbankkonzessionen wurde Dr. Baumgartner zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Bis zum letzten Tag beteuerte Baumgartner allerdings seine Unschuld. Der 1904 in Sulzemoos geborene Politiker starb im Alter von 59 Jahren am 21. Januar 1964 in München.

Die Gedenkmesse in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist in Sulzemoos hielt Bayernparteimitglied und Pfarrer Hartwig Obermüller aus Baisweil. Nach dem Bayernlied, das den Abschluss des Gottesdienstes bildete, folgte die Kranzniederlegung an dem mit weißblauen Fahnen geschmückten Grab von Joseph Baumgartner. Dabei würdigte Hubert Dorn, Generalsekretär der Bayernpartei, nochmals die großen Leistungen und Verdienste des Verstorbenen. Im Anschluss an den Gottesdienst gab es in der Schlossbrauerei Odelzhausen ein gemeinsames Mittagessen.

(cst)

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