Gut gelaunt Rekordzahlen präsentiert

Dachau - Die Amper Kliniken AG ist so profitabel wie nie. 2009 erwirtschaftete das größtenteils privatisierte Unternehmen einen Überschuss von 5,34 Millionen Euro.

Die Amper Kliniken AG ist so profitabel wie nie. 2009 erwirtschaftete das größtenteils privatisierte Unternehmen einen Überschuss von 5,34 Millionen Euro. Für heuer rechnet Klinik-Vorstand Uwe Schmid mit einem noch höheren Gewinn.

Seit 18 Jahren ist Uwe Schmid Chef der Kliniken in Dachau und Indersdorf. Ebenso lange berichtet Schmid dem Dachauer Kreistag gegen Jahresende über die Entwicklung des Unternehmens. Früher war der Landkreis alleiniger Eigentümer. Heute hält der Klinikkonzern Rhön-Klinikum AG knapp 95 Prozent der Anteile. Der Landkreis ist noch mit mit 5,1 Prozent beteiligt.

Trotzdem muss Schmid den Kreisräten weiterhin Bericht erstatten. Und das wird ihm selten mehr Spaß gemacht haben als heuer. Denn Schmid durfte Rekordzahlen präsentieren: Von 2008 auf 2009 konnten die Amperkliniken ihren Gewinn von 4,3 Millionen auf gut 5,3 Millionen Euro steigern. Das Geschäftsjahr 2010 ist zwar noch nicht ganz vorbei, aber fest steht: Der positive Trend hält an. „2010 ist ein ganz besonders erfreuliches Jahr“, sagte Schmid im Kreistag. Deshalb rechne er erneut mit einem „geringfügig gesteigertem Jahresergebnis“.

Als eine der aktuellen Herausforderungen nannte Schmid den Konkurrenzkampf der Kliniken um geeignetes Fachpersonal. „Die Abwerbeaktionen nehmen zum Teil groteske Züge an“, urteilte Schmid. Zum Beispiel bezahle die Ilmtalklinik in Pfaffenhofen an der Ilm einigen Fachkräften eine Wechselprämie von 5000 Euro. Von den 1141 Mitarbeitern der Dachauer Klinken sei jedoch niemand nach Pfaffenhofen gewechselt, betonte Schmid.

Der Klinikchef selbst wird dagegen im Juni 2011 der Amper Kliniken AG den Rücken kehren. Schmid will dann als freiberuflicher Unternehmensberater arbeiten. Den nächsten Jahresbericht im Kreistag wird also ein anderer halten. Ob der dann auch so gut gelaunt ist wie Schmid, ist fraglich.

flg

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