Gemeinde gibt Schülern Essenszuschüsse

Karlsfeld - Der Hauptausschuss hat beschlossen, bedürftigen Schülern einen Zuschuss zur Mittagsverpflegung zu zahlen.

In der Gemeinde Karlsfeld ist im Januar die erste Anfrage eingegangen, mittlerweile liegen zwei Anfragen vor. „Wir müssen also tätig werden“, erklärte Bürgermeister Stefan Kolbe.

„Kinder aus Familien, in denen es finanziell knapp wird, nehmen nicht mehr an der Mittagsverpflegung teil. Das ist eine diskriminierende Situation“, meinte zweiter Bürgermeister Wolfgang Offenbeck (CSU). „Wir müssen eine vernünftige Regelung finden, damit es nicht zu Ausgrenzungen kommt“, forderte er.

Der Hauptausschuss beschloss nach kurzer Diskussion, die Mittagsverpflegung bei bedürftigen Schülerinnen und Schülern, die nicht in den Genuss der Förderung seitens des Freistaats kommen, mit zwei Euro pro Kind und Schultag zu bezuschussen. Die jährlichen Kosten belaufen sich auf rund 400 Euro. Der Beschluss gilt rückwirkend ab 1. Januar 2009. „Wir sollten diese Summe schultern“, so Hans Guldner (SPD).

Allerdings erhält der Beschluss eine Einschränkung: Wenn der Freistaat Bayern eine Regelung getroffen hat, verringert sich die Förderung der Gemeinde auf einen Euro. Der Vorschlag des Freistaats sieht vor, sich an den Kosten für die Schulverpflegung mit einem Euro je Mahlzeit zu beteiligen, wenn Gemeinden und Eltern ebenfalls je einen Euro beisteuern. Ein Essen kostet etwa drei Euro. (ek)

Auch interessant

Kommentare