Gemeinderat entscheidet gegen Richtfunk-Angebot

Weichs - Mal wieder kam im Weichser Gemeiderat das Thema DSL-Anschluss auf den Tisch. Einstimmig fiel die Entscheidung gegen ein neues Richtfunk-Angebot aus.

Bürgermeister Harald Mundl informierte in der Sitzung über ein neues Angebot mit einer Richtfunklösung. Einstimmig entschieden sich die Gemeinderäte allerdings dagegen.

Die Funklösung würde Bandbreiten von ein bis maximal zehn Megabit pro Sekunde garantieren. Neben den einmaligen Hardwarekosten von 368 Euro und den Breitstellungskosten von einmalig 99 Euro würden für die Endverbraucher monatliche Kosten von mindestens 139 Euro anfallen. Im Höchstfall sogar 239 Euro. Bei der günstigeren Variante mit einer geringeren Übertragungsrate (DSL6000) kämen monatlich immer noch 109 bis 198 Euro zusammen – abhängig von der Anzahl der Nutzer. Bei anderen Anbietern sind für schnellere Verbindungen Preise von rund 40 Euro monatlich üblich.

Bürgermeister Mundl erinnerte daran, dass die Gemeinde derzeit parallel ein Markterkundungs- und Auswahlverfahrens durchführt. Damit sollen Betreiber elektronischer Telekommunikationsnetze identifiziert werden, die ohne Drittbeteiligung in der Lage sind, zu marktüblichen Bedingungen bedarfsgerechte Breitbanddienste anzubieten.

Das vorliegende Richtfunk-Angebot wurde von den Gemeinderäten nicht nur als zu teuer, sondern auch als nicht ausreichend für den gewünschten Bedarf beurteilt. Es sei sowohl für Freiberufliche und Gewerbetreibende, als auch für Privathaushalte nicht rentabel.

Der Bürgermeister verwies diesbezüglich auf die durchgeführte Ist- und Bedarfsanalyse. Dabei kam heraus, dass der Bedarf in Weichs bei einer Übertragung von mindestens sechs, durchschnittlich bei weit über zehn Megabit pro Sekunde liegt. (jn)

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