Gemeinderat unterstützt Funklösung

Altomünster - Mit zwei Gegenstimmen einigte sich der Gemeinderat Altomünster auf die Unterstützung der Funklösung, um langfristig eine bessere DSL-Versorgung im ehemaligen Gemeindebereich Hohenzell zu erreichen.

Bereits im vergangenen Jahr hatte man sich damit zu befassen, als die Bürger wegen der ungenügenden Breitbandversorgung um Abhilfe baten. Jetzt haben sich 56 Haushalte zu einer Initiative zusammengeschlossen, sich bestens informiert und alle Möglichkeiten ausgelotet.

Sie kamen dabei zu dem Ergebnis, dass für Hohenzell nur eine Funklösung möglich ist, da ein Kabelanschluss derzeit nicht in Sichtweite ist. Um diesem „weißen Fleck in der Landkarte“, wie sich Amtsleiter Christian Richter ausdrückte, nun doch zu einem DSL-Anschluss zu verhelfen, soll die Gemeinde mit 15 000 Euro stützend unter die Arme greifen, damit die funkgestützte DSL-Leitung in akzeptabler Geschwindigkeit so schnell wie möglich verwirklicht werden kann. Gleichzeitig soll ein entsprechender Förderantrag an den Freistaat Bayern gestellt werden.

„Ein einheitlicher Weg für alle Gemeindeteile ist schwierig“, gab Bürgermeister Konrad Wagner zu, zumal die ganze nördliche Gegend von Wollomoos bis Pipinsried mit einer ähnlich schlechten Versorgung zu kämpfen hat. In Hohenzell habe man es mit der Initiative der Bürger zu tun, „die wir nur unterstützen sollen“, so Wagner. Sie könnten nach zwei Jahren dann auch problemlos auf eine leitungsgebundene Basis umsteigen, wenn sie das wollen. Eine landkreisweite Breitbandstudie wolle man für die weitere Entwicklung abwarten. Jedoch schlug er dem Gemeinderat vor, bereits jetzt da, wo es möglich bist, Leerrohre mit einzubauen, wie bei der Abwasserversorgung im nördlichen Bereich, um später eine Verkabelung zu ermöglichen.

Auch interessant

Kommentare