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Der Weg für die gemeinsame Kläranlage ist frei

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Odelzhausen Pfaffenhofen Sulzemoos - Der Weg für eine gemeinsame Kläranlage nordöstlich des Odelzhauser Ortsteils Taxa ist nun frei. Der Pfaffenhofer Gemeinderat hat dem Antrag zu einem Abwasserzweckverband zugestimmt.

Die Gemeinde Sulzemoos hatte den Plänen bereits zugestimmt und einen Antrag auf den Anschluss an die Odelzhauser Kläranlage gestellt. Alle drei Gemeinden wollen dafür gemeinsam einen Abwasserzweckverband gründen. Die Initiative dafür ging von den Odelzhausenern aus. Die Gemeinderäte hatten in einer nichtöffentlichen Sitzung beschlossen, den beiden Nachbargemeinden ein Angebot zu machen.

Ursprünglich hatten Sulzemoos und Pfaffenhofen die Pläne, jeweils eigene Kläranlagen zu bauen. In Sulzemoos war dieses Vorhaben auf erhebliche Widerstände in der Bevölkerung gestoßen (wir haben berichtet). Nachdem Sulzemoos sich für den Anschluss in Odelzhausen ausgesprochen hatte, kam das Thema im Pfaffenhofener Gemeinderat auf die Tagesordnung. Dort wurde entschieden, die bereits weitgehend fertige Planung für eine eigene Kläranlage vorerst zurückzustellen. Die Gemeinde ist unter Zeitdruck. Sie muss ihre Anlage auf Grund von rechtlichen Vorgaben erheblich sanieren oder neu bauen, denn die Betriebsgenehmigung läuft bald aus.

In der Sitzung bekamen die Pfaffenhofener Gemeinderäte eine Kostenvergleichsberechnung für die Abwasserbeseitigung vorgestellt. Diese hat ergeben, dass es für die Gemeinde nach derzeitigem Stand finanziell etwas günstiger wäre, eine eigene Anlage zu betreiben. Allerdings sind die Abwasserwerte einer gemeinsamen Anlage wesentlich schärfer gefasst und würden so die Glonn entlasten.

Bürgermeister Helmut Zech und die Verwaltung wollen nun noch offene Fragen klären und schnell eine Entscheidung herbeiführen. Zech: „Der Zeitrahmen ist sehr eng. Wir müssen bis Mitte November alles geklärt haben, sonst könnte es zu Kostensteigerungen beim Bau unserer eigenen Anlage kommen.“ Das Kanalnetz bliebe laut Zech auch bei Gründung eines Abwasserzweckverbandes im Eigentum der jeweiligen Gemeinde.

Was außerdem sicher ist: Die Abwassergebühren werden steigen, da Investitionskosten eingerechnet werden. Eine gemeinsame Anlage müsste für rund 20 000 Einwohnerwerte (EW) ausgelegt sein. Die sechs Jahre alte Odelzhausener Anlage umfasst derzeit nur rund 8000 EW. Die Einwohnerwerte müssen auch für Gewerbe ausgelegt sein. So belegt beispielsweise ein Bäckerei schon rund hundert EW. In Odelzhausen-Taxa müsste also zusätzlich ein Neubau errichtet werden – in der Größe der bereits vorhandenen Anlage. (sm)

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