Geplanter Sendemast stößt auf Ablehnung

Sulzemoos - Bis 2012 wird der BOS-Digitalfunk eingeführt. Die notwendigen Sende- und Empfangsantennen werden an vielen Stellen gebaut. Auch zwischen Wiedenzhausen und Orthofen soll ein Mast errichtet werden.

Der 42 Meter hohe Mast auf dem Gelände der Sondermülldeponie soll in unmittelbarer Nähe zu Wohnhäusern gebaut werden. Aus diesem Grund hatte Bürgermeister Gerhard Hainzinger eine Sondersitzung des Gemeinderates einberufen. Auch einige betroffene Bürger waren unter den Zuhörern.

Hainzinger erklärte, dass die Gemeinde den Antrag sehr kurzfristig erhalten habe. Es dürfte schwierig werden, das Vorhaben zu verhindern. „Der Sendemast ist ein privilegiertes Bauvorhaben im Außenbereich, das heißt, die Gemeinde kann nur Anregungen dazu abgeben – sie ist keine Genehmigungsbehörde. Die Maßnahme kann auch ohne unser Einvernehmen durchgeführt werden.“

Besonders ärgerte den Rathauschef, dass die Gemeinde vor vollendete Tatsachen gestellt wurde und möglichst schnell zustimmen sollte. „Wir wurden im Vorfeld überhaupt nicht beteiligt und informiert.“ Es waren aber Bürgern Personen aufgefallen, die in der Gegend offenbar einen geeigneten Standort erkundeten. Der Gemeinderat erlangte erst davon Kenntnis, als diese Bürger nachfragten.

Nachdem das Verfahren eingeleitet wurde, erarbeiteten die Anwälte der Gemeinde eine Stellungnahme, die alle Bedenken zum Ausdruck bringt und den Mastbau noch abwenden soll. (cst)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Die Bürgermeisterkandidaten im Landkreis auf einen Blick
Welcher Bürgermeister tritt wieder an? Hat er Gegenkandidaten, und wenn ja, wie viele? Wer schickt einen Kandidaten ins Rennen, wer ringt noch mit sich? Die …
Die Bürgermeisterkandidaten im Landkreis auf einen Blick
AfD tritt bei Stadtratswahl an: Zehn Kandidaten, aber nur drei Namen
Die AfD hat zehn Kandidaten für die Stadtratswahl in Dachau nominiert. Sechs von ihnen verschweigen allerdings ihre Identität. Für die Abstimmungen im Landkreis hat die …
AfD tritt bei Stadtratswahl an: Zehn Kandidaten, aber nur drei Namen

Kommentare