Feuerwehrler unter sich: Heiß diskutierten Max Dennerlein, Josef Heinzlmeier, Armin Wiesbeck, Josef Mailer und Richard Schnell den Gerätehausstandort (v.l.). FOto: ost

Gerätehaus muss her - aber wohin?

Hirschenhausen - Die 25 Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr Hirschenhausen haben bei der Jahresversammlung ein Zeichen gesetzt: Einstimmig erklärten sie, ein neues Gerätehaus bauen zu wollen.

Für Bürgermeister Richard Schnell war diese Willenserklärung, mit der er nun in den Gemeinderat von Jetzendorf gehen will, sehr wichtig. Noch viel wichtiger ist ihm aber die ebenfalls per Handaufheben geäußerte Aussage der Floriansjünger, beim Bau bereit zu sein, in größerem Umfang Eigenleistungen zu erbringen.

Ein Problem könnte allerdings die Standortfrage werden, denn die Feuerwehrler pochen darauf, an der Stelle zu bauen, wo das jetzige, nicht mehr sanierungswürdige Gerätehaus steht. Der danebenliegende Dorfweiher sei hier laut Bürgermeister ein weiteres Problem. Das Landratsamt geht von Überschwemmungsgefahr aus und hat deshalb ein hydraulisches Gutachten gefordert. „Das Landratsamt kann sich hier eine Genehmigung schlecht vorstellen“, stellte der Bürgermeister klar, der auch auf eine weitere Forderung des Wasserwirtschaftsamtes zur Einhaltung eines fünf Meter breiten Uferstreifens hingewiesen hat. Schnell verhehlte auch nicht, dass selbst einige Gemeinderäte einen anderen Standort lieber sehen würden. So groß wie ursprünglich geplant (15 mal acht Meter) könne man am Dorfweiher keinesfalls bauen.

Es ist kein Geheimnis, dass der Gemeinderat die Feuerwehr lieber im Pfarrstadel unterbringen würde. Die Diskussion mit den Floriansjüngern zeigte aber doch deutlich, dass sie dort nicht hinwollen. So wurde in Frage gestellt, ob ein entsprechender Umbau im Pfarrstadel der Gemeinde nicht sogar mehr kosten würde als ein Neubau am Dorfweiher. „Es muss auf jeden Fall ein gemeinsames Projekt werden“, fasste der Gemeindechef zusammen. Egal wo gebaut wird, laut Schnell könne man mit einem staatlichen Zuschuss in Höhe von 45 000 Euro rechnen.

Dass er an der Eigenleistung der Hirschenhausener keinesfalls zweifle, brachte der ortsansässige Schreinermeister Otto Stiglmayr klar zum Ausdruck: „Bei uns im Dorf ist schon so viel Eigenleistung erbracht worden, angefangen vom Schießstand bis hin zur Kirchenmauer, da werden wir doch wohl auch das Feuerwehrhaus noch hinkriegen“. (ost)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

„Wohnungsleerstand wandeln“: Kreisausschuss bewilligt Forschungsprojekt trotz „absurder“ Kosten
250 000 Euro kostet eine Doktorarbeit, die drei Jahre lang – in der Hauptsache mittels Interviews – ermitteln soll, wie leere Wohnungen im Landkreis Dachau zukünftig …
„Wohnungsleerstand wandeln“: Kreisausschuss bewilligt Forschungsprojekt trotz „absurder“ Kosten

Kommentare