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Ein geteilter Energiemanager

Vierkirchen - Vierkirchen leistet sich einen Energiemanager. Allerdings nicht allein, sondern zusammen mit anderen Gemeinden.

„Hart, aber fair“ haben die Gemeinderäte eine Stunde lang über die Anstellung eines Energiemanagers in Vierkirchen diskutiert. Mit 11:5 Stimmen setzte Bürgermeister Heinz Eichinger nach hartnäckiger Überzeugungsarbeit seinen Vorschlag durch, zusammen mit Petershausen, Haimhausen und dem Landkreis auf zwei Jahre befristet einen Energieberater einzustellen.

Waren sich die Gemeinderäte bei der vorangegangenen Haushaltsdebatte noch alle einig, drifteten die Meinungen beim Thema Energiemanager weit auseinander. Schon in der vorherigen Gemeinderatssitzung hatte Eichinger die Gemeinderäte über sein Vorhaben informiert (wir berichteten).

Für das Thema Energie sei er in letzter Zeit durch viele Fachveranstaltungen für Kommunalpolitiker sensibilisiert worden. Nachdem der Versuch gescheitert sei, alle Gemeinden und den Landkreis über das Freie Energieforum des Regionalentwicklungsvereins Dachau Agil zum Thema Energie zu vernetzen und gemeinsam ein Klimaschutzkonzept zu erstellen, möchte sich Petershausen zusammen mit Vierkirchen, Haimhausen und dem Landkreis einen Projektleiter Energie teilen. Dazu solle eine hochqualifizierte Fachkraft zunächst für zwei Jahre beim Freien Energieforum eingestellt werden.

Die jährlichen Kosten würden auf 75 000 Euro angesetzt, wobei Vierkirchen 20 000 übernehmen müsste, informierte der Bürgermeister. Vierkirchen könne den Fachmann ein bis zwei Tage pro Woche buchen. Nach Auskunft von Fachleuten reiche dies für die kleine Gemeinde aus und sei sehr sinnvoll, da durch einem Berater zehn Prozent bei den Energiekosten eingespart werden könnten.

Die Gemeinde produziere zwar mit öffentlichen und privaten Anlagen schon 81,55 Prozent des Energiebedarfs, stellte Eichinger fest. Aber es gebe noch enorme Einsparpotenuiale auch bei öffentlichen Gebäuden mit bis zu 75 Prozent. Der Landkreis habe hohe Klimaschutzziele und auch „für unsere moderne Gemeinde ist die Energiewende eine Pflichtaufgabe“, betonte Eichinger.

Folgende Aufgaben des Energiemanagers wurden von den Bürgermeistern von Petershausen, Haimhausen und Vierkirchen sowie dem Landkreis bisher definiert: Erarbeitung eines Klimaschutzkonzeptes, Energieberatung für Schulen, Kommunen und Bürger, Vernetzung der Kommunen, Öffentlichkeitsarbeit, Ausloten von Fördermöglichkeiten, CO2-Bilanz sowie Organisation von Veranstaltungen zum Thema Energie. Für eine Förderung sei jedenfalls ein Energie- und ein Klimaschutzkonzept Voraussetzung, erklärte Eichinger. (ch)

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