Stärken in der Abwehr und im Angriff, Schwächen in der Annahme: Florian Malescha zeigte Hochs und Tiefs. dan

ASV gewinnt Thriller gegen Leipzig mit 3:2

Dachau - Die Zuschauer im Volleyball-Tempel des ASV Dachau sind einmal mehr Zeuge eines Thrillers geworden.

Der ASV Dachau gewann in der Georg-Scherer-Halle das Zweitliga-Heimspiel gegen die L.E. Volleys nach spannendem Spielverlauf mit 3:2 (23:25, 25:19, 25:23, 23:25, 15:11).

Es war sicher nicht alles Gold, was am Samstag Abend im Schuhkarton an der Gröbenrieder Straße glänzte, doch das war dem neutralen Beobachter ziemlich wurscht. Sie erfreuten sich am Nervenkitzel, den ihnen die Männer des ASV Dachau und die Gäste aus Leipzig in einer stets spannenden, aber nicht immer hochklassigen Partie präsentierten. „Oh mei, da kriegst ja noch einen Herzinfarkt“, meinte eine sichtlich geschaffte, aber dennoch begeisterte Zuschauerin nach der Partie. Nun, einen Herzinfarkt hat sie nicht bekommen, doch die Spieler beider Teams boten dem lautstarken Publikum eine insgesamt eine Nerven aufreibende Partie.

Erstklassige Feldabwehraktionen, starke Aufschläge und wuchtige Angriffsschläge beider Teams wurden immer wieder mit Szenenapplaus belohnt. Allerdings hatten beide Teams im Spielelement Annahme nicht gerade ihren besten Tag erwischt. Und im Aufschlagspiel strapazierten beide Mannschaften mit ihren zahllosen Fehlangaben die Nerven ihrer Trainer.

Dass am Ende der ASV Dachau gegen die starken Sachsen die Nase vorne hatte, verdankte ASV-Trainer Klaus Dammann, einmal mehr, seiner Auswechselbank. Im vierten Durchgang wechselte Dammann den unter seinen Möglichkeiten spielenden Florian Malescha aus und brachte mit dem erst 19-jährigen Markus Noack seinen Edel-Joker in die Partie. Noack stand gut in der Annahme und schaufelte gleich die ersten auf ihn gezielten Angaben locker zum eigenen Zuspieler. Fortan ließen ihn die Leipziger beim Aufschlag in Ruhe. Im Tie-Break sorgte er dann mit einem aus dem Rückraum geschlagenen Angriffsball zum 14:11 für die Vorentscheidung. Der fünfte Satz im Match zwischen den beiden ehemaligen Erstligisten war typisch für die gesamte Partie, beide Teams durchliefen mehrere Wellentäler. Die wichtigsten Szenen des Tie-Breaks im Zeitraffer:

Beim Stande von 2:2 kommt ASV-Angreifer Sebastian Wenninger zum Aufschlag. Er drischt die Kugel drei Mal derart hart in die Arme der Leipziger, dass diese keine Chance haben, den Ball auch nur ansatzweise zu kontrollieren. Drei Mal knallt der Ball von den Armen der Annahmespieler an die Decke der flachen Georg-Scherer-Halle. Als die Dachauer danach dann noch Eder Pinheiro abblocken, zieht L.E.-Coach Steffen Busse bereits zum zweiten Mal die Notbremse; er nimmt eine Auszeit. So finden die Gäste wieder ins Spiel – und beobachten mit Genuss, wie der Gastgeber den Faden verliert. Nun ist es an ASV-Trainer Klaus Dammann, den Lauf der Leipziger mittels einer Auszeit zu stören, doch das funktioniert nicht: Die Seiten werden mit einer 8:7-Führung der Gäste gewechselt. Doch auch nach der Halbzeit des fünften Satzes setzt sich das Wechselbad der Gefühle fort. Der ASV Dachau geht mit 9:8 und schließlich mit 12:9 in Führung. Die Sachsen kommen zwar noch einmal auf 11:12 heran, doch dann machen die Dachauer Sebastian Wenninger und Markus Noack den Sack für die Stadtwälder zu. Bezeichnender Weise ist es Sebastian Wenninger, der mit einem Block die Dachauer jubeln lässt. (hae)

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