gigi: Wurzelbilder, Verletztheit und Kritik

Dachau - Die Malerin gigi zeigt Arbeiten aus früheren Jahren und von 2010. Am liebsten würde sie diesmal gar nichts über ihre Kunst sagen, und die Bilder für sich sprechen lassen: "Mir sind der Worte einfach zu viel."

Sie bringt ihren Unmut darüber zum Ausdruck, dass die bildende Kunst in Dachau zunehmend ins Hintertreffen gerät, weil vor allem die Musik gefördert und beworben wird. Seit genau 25 Jahren lebt und arbeitet sie im Atelier in der Moosschwaige und hat in all den Jahren viele Bilder gemalt, in denen sie ganz aus der Kraft der Farbe und der Spontaneität expressiver, gestischer Formen schöpft.

Menschenbilder in Gelb hängen an den Wänden, an der Balustrade der Galerie gibt es abstrakte Farbkompositionen in Blau und Rot. Ihr Lieblingsbild "Anhänglichkeit" zeigt ein junges, männliches Gesicht. Auf einer Staffelei steht ein Frauenakt mit Gipsarm. Die Künstlerin selbst? "Vielleicht", sagt gigi, auch sie habe Verletzungen erlitten.

Von kindlicher Heiterkeit sind hingegen die „Wurzelbilder“. Bunte, lustige Wesen mit zu großen Füßen und Händen springen und tanzen über den Malgrund. Um die wilden Wesen herum schwirren Sätze wie: „Zurück ins Kind-Sein“, „Zurück zu den Wurzeln“ oder einfach nur ein euphorisches „Hurra“.

Die Ausstellung kann am 26./27. November ab 13 Uhr im Atelier an der St.-Peter-Straße 1 in Dachau besichtigt werden. (sch)

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